29 April 2026, 12:16

Terrassengebühren: Warum Gastronomen in manchen Städten bis zu 1.163 Euro zahlen müssen

Außensitzbereich mit Tischen, Sonnenschirmen und Menschen vor einem gelben Gebäude mit der Aufschrift "Deutschen Stuben Restaurant" in Baden-Württemberg, Deutschland, unter einem blauen und weißen Himmel.

Terrassengebühren: Warum Gastronomen in manchen Städten bis zu 1.163 Euro zahlen müssen

Eine neue Umfrage hat deutliche Unterschiede bei den Terrassengebühren aufgedeckt, die Kommunen in ganz Deutschland erheben. Während einige Städte die Abgaben komplett abgeschafft haben, verlangen andere hohe Beträge von Gastronomen. Die Ergebnisse zeigen, wie lokale Vorschriften die Kosten für Betriebe mit Außenbestuhlung prägen.

Die Studie verglich die Gebühren für ein Modellunternehmen: eine 25 m² große Terrasse, die in der Hauptsaison an 153 Tagen betrieben wird. Im Durchschnitt verlangen die Kommunen für diese Konstellation 328 Euro. Doch die Kosten unterscheiden sich von Ort zu Ort erheblich.

An der Spitze der teuersten Städte steht Wernigerode mit 1.163 Euro – eine Folge der 2023 beschlossenen Anpassung der Sondernutzungssatzung. Auch Lutherstadt Wittenberg und Halle (Saale) gehören mit 750 bzw. 700 Euro zu den Spitzenreitern. Am anderen Ende der Skala liegen Schönebeck und Zeitz mit nur 52 bzw. 56 Euro.

Gleichzeitig erhebt jede fünfte befragte Kommune überhaupt keine Terrassengebühren. Städte wie Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Eisleben haben die Abgaben vollständig gestrichen. Der Bericht deutet darauf hin, dass ein Verzicht auf diese Gebühren kaum Auswirkungen auf die Haushalte der Kommunen hätte, Gastronomen aber bei der Wiederbelebung ihrer Betriebe entlasten könnte.

Lokale Behörden werden aufgefordert, bei der Festsetzung dieser Gebühren Zurückhaltung zu üben. Dieser Appell kommt zu einer Zeit, in der sich die Branche weiterhin von den pandemiebedingten Verlusten und steigenden Betriebskosten erholt.

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Die Umfrage zeigt ein uneinheitliches Bild bei den Terrassengebühren: Einige Städte entlasten Gastronomen, während andere an hohen Abgaben festhalten. Für die Betriebe können die Unterschiede jährlich hunderte – wenn nicht gar tausende – Euro ausmachen. Die Ergebnisse könnten die Diskussion darüber anheizen, wie sich kommunale Einnahmen mit der Unterstützung der lokalen Gastronomiebranche in Einklang bringen lassen.

Quelle