11 May 2026, 04:13

Strom wird günstiger – doch Gasrechnungen drohen zu steigen

Diagramm, das die Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten im Zeitverlauf zeigt, mit einer blauen Linie, die sinkende Preise anzeigt, und einer grünen Linie, die höhere, steigende Preise anzeigt.

Strom wird günstiger – doch Gasrechnungen drohen zu steigen

Strompreise in Deutschland sinken – doch Gasrechnungen könnten steigen

Die Strompreise in Deutschland gehen zurück, unter anderem wegen eines Überangebots an günstiger erneuerbarer Energie. Doch während Haushalte bei der Elektrizität entlastet werden, drohen ihnen bei Gas höhere Kosten, da staatliche Preisgarantien allmählich auslaufen. Nun hat sich Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur, zu beiden Themen geäußert – und mahnt sowohl zu Handlungsbedarf als auch zu Vorsicht.

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Immer häufiger kommt es in Deutschland zu negativen Strompreisen, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. Hintergrund ist der wachsende Anteil von Wind- und Solarstrom, der oft zu minimalen Grenzkosten produziert wird. Müller erkennt das Problem an und schlägt Lösungsansätze vor.

Zu den möglichen Maßnahmen gehören der Ausbau von Speicherkapazitäten, um Überschussenergie aufzunehmen, oder der schrittweise Übergang von festen Einspeisevergütungen hin zu einer direkten Vermarktung am Strommarkt. Zudem regt Müller regulatorische Schritte an, um die Preise zu stabilisieren. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der er gleichzeitig warnt: Während der Strom günstiger wird, zeichnet sich bei Gas eine andere Entwicklung ab.

Die meisten Haushalte in Deutschland profitieren derzeit noch von Gaspreisdeckeln, die zwölf Monate oder länger gelten. Doch Müller warnt, dass Nachfolgeverträge teurer werden könnten. Er rät Verbrauchern, wo möglich Gas einzusparen – und macht deutlich, dass die Entlastung bei den Stromkosten mögliche Mehrbelastungen an anderer Stelle nicht ausgleichen wird.

Die Bundesnetzagentur schließt weitere Eingriffe zur Steuerung der Strompreise nicht aus. Gleichzeitig bleibt für Haushalte ungewiss, wie sich die Gaskosten entwickeln, sobald die bestehenden Verträge auslaufen. Müllers Empfehlungen zielen darauf ab, in den kommenden Monaten Marktstabilität und Verbraucherschutz in Einklang zu bringen.

Quelle