05 April 2026, 08:14

Spezialapotheke verdoppelt Umsatz mit Therapien für seltene Erkrankungen in Europa

Außenansicht des 'The Generics Pharmacy'-Ladens in einer städtischen Umgebung mit sichtbarer Infrastruktur und Fahrzeugen unter einem klaren Himmel.

Spezialapotheke verdoppelt Umsatz mit Therapien für seltene Erkrankungen in Europa

Europas Markt für Seltene-Erkrankungen-Therapien wächst rasant – spezialisierte Apotheken als treibende Kraft

Einer der führenden Anbieter, die International Specialty Pharmacy Rare & Orphan Diseases (ISP), hat ihren Umsatz innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt. Das Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden versorgt Patienten mit komplexen Erkrankungen und liefert hochpreisige Therapien in ganz Europa.

Laut eigenen Angaben erzielte ISP 2024 einen Umsatz von 245 Millionen Euro – fast das Doppelte des Vorjahreswerts. Die Apotheke ist auf sterile Rezepturherstellung spezialisiert und beliefert Patienten mit Behandlungen für seltene Leiden wie Morbus Gaucher, Morbus Fabry, Hypophosphatasie und Hämophilie. Trotz der hohen Therapiekosten bleiben die Gewinnmargen jedoch gering.

Alleine Enzymersatztherapien können pro Patient und Jahr Kosten von über 1,5 Millionen Euro verursachen. Die Muttergesellschaft von ISP, United Healthcare Partners (UHP), führt jährlich rund 42.000 Infusionen durch und vertreibt fast 100.000 Produkte, darunter Enzymtherapien, Schmerzmittel und Antibiotika.

UHP ist europaweit tätig und beschäftigt 600 Fachkräfte im Gesundheitswesen, die jährlich über 5.000 Patienten betreuen. Das in der Schweiz ansässige Unternehmen bietet auch Heimtherapie-Dienstleistungen an, doch finanzielle Details werden nicht öffentlich gemacht. Die Kosten für Pflegebesuche zu Hause werden über die deutsche Häusliche Krankenpflege-Richtlinie (HKP) abgerechnet.

Auf dem breiten Markt dominiert die Shop Apotheke mit einem Anteil von rund der Hälfte des 1-Milliarden-Euro-Markts für verschreibungspflichtige Medikamente. Es folgt DocMorris mit einem Umsatz von 250 Millionen Euro, während ISP und ähnliche Nischenanbieter die verbleibenden 200 bis 300 Millionen Euro erwirtschaften.

Das rasante Wachstum von ISP unterstreicht die steigende Nachfrage nach Therapien für seltene Erkrankungen in Europa. Mit dem Fokus auf sterile Arzneimittelherstellung und häusliche Versorgungsleistungen etabliert sich das Unternehmen als wichtiger Akteur in der Spezialmedizin. Allerdings bleibt die finanzielle Transparenz begrenzt – UHP hält zentrale Kennzahlen unter Verschluss.

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