SparkassenVersicherung erzielt Rekordgewinn dank mildem Wetter – doch Klimawandel droht
Moritz FischerSparkassen-Versicherer zahlen weniger für Wetterschäden - SparkassenVersicherung erzielt Rekordgewinn dank mildem Wetter – doch Klimawandel droht
Die SparkassenVersicherung (SV) hat für das Jahr 2025 einen Rekord-Nettogewinn von 147 Millionen Euro gemeldet – ein Plus von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Stuttgarter Versicherer führte das außergewöhnlich gute Ergebnis auf das ungewöhnlich milde Wetter zurück, da Schadensmeldungen durch Stürme und Überschwemmungen deutlich zurückgingen.
SV-Chef Andreas Jahn bezeichnete 2025 als ein "außergewöhnlich gutes Jahr", warnte jedoch, dass sich solche Ergebnisse angesichts des Klimawandels so schnell nicht wiederholen dürften.
Das Unternehmen, das 2004 aus der Fusion zweier öffentlich-rechtlicher Versicherer hervorging, verzeichnete 2025 einen Rückgang der Gesamt-Schadenszahlungen um fast 10 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Allein die Schadensfälle durch Stürme sanken von 397 Millionen Euro im Jahr 2024 auf nur noch 87,4 Millionen Euro. Der Rückgang war darauf zurückzuführen, dass die Kernregionen der SV von schweren Stürmen, Hagel oder Hochwasser weitgehend verschont blieben.
Trotz des Rückgangs wetterbedingter Schäden sind wasserbezogene Schadensmeldungen in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. Zwischen 2021 und 2025 nahmen Wasserschäden um 28 Prozent zu, mit einem Höhepunkt im Jahr 2023 aufgrund starker Regenfälle. Gleichzeitig gingen Sturm- und Hagelschäden im selben Zeitraum um 15 Prozent zurück, wobei die höchsten Verluste 2021 verzeichnet wurden.
Das finanzielle Wachstum der SV beschränkte sich jedoch nicht auf geringere Schadenszahlungen. Die Prämieneinnahmen stiegen 2025 um 7,2 Prozent auf rund 4,0 Milliarden Euro, angetrieben durch eine starke Performance in der Lebensversicherung und anderen Sparten. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen über 5.400 Mitarbeiter, um die wachsenden Geschäftsaktivitäten zu unterstützen.
Das Jahr 2024 war für den Versicherer noch eines der schwierigsten gewesen – es rangierte auf Platz vier der schadensreichsten Jahre in der Unternehmensgeschichte. Die deutliche Erholung 2025 brachte daher willkommene Entlastung, auch wenn die Führungsetage langfristig weiterhin besorgt über die Klimarisiken bleibt.
Die Ergebnisse von 2025 zeigen, wie stark Wetterphänomene die Bilanz von Versicherern beeinflussen können. Mit Sturm-Schäden auf dem niedrigsten Stand seit Jahren erzielte das Unternehmen den höchsten Gewinn der jüngeren Vergangenheit. Doch der Anstieg von Wasserschäden und die Unsicherheiten durch den Klimawandel deuten darauf hin, dass künftige Finanzkennzahlen vor größeren Herausforderungen stehen könnten.