Sexuelle Belästigung am Stuttgarter Hauptbahnhof: Verdächtiger in Haft
Theo KönigSexuelle Belästigung am Stuttgarter Hauptbahnhof: Verdächtiger in Haft
Am Nachmittag des 12. März 2026 wurde eine 28-jährige Frau am Stuttgarter Hauptbahnhof sexuell belästigt. Bundespolizisten nahmen den Verdächtigen, einen 38-jährigen Mann, umgehend fest und brachten ihn zur Vernehmung in Gewahrsam.
Der Vorfall ereignete sich bei Tageslicht in einem der verkehrsreichsten Knotenpunkte Deutschlands. Augenzeugen berichteten, der Mann habe der Frau mit flacher Hand auf das Gesäß geschlagen, bevor die Polizei einschritt. Später bestätigten die Behörden, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen surinamischen Staatsbürger handelt, der sich ohne legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland aufhält.
Mittlerweile wurde ein offizielles Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung und illegalen Aufenthalts eingeleitet. Der Fall reiht sich in eine bundesweite Zunahme ähnlicher Straftaten an großen Bahnhöfen ein. Zwischen 2024 und 2025 wurden deutschlandweit rund 1.200 Fälle von sexueller Belästigung gemeldet, wobei die Hauptbahnhöfe in Berlin, München, Köln und Frankfurt jeweils über 200 Vorfälle verzeichneten.
Der Verdächtige bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Polizei weitere Beweise sammelt. Das Opfer, dessen Name nicht öffentlich gemacht wurde, arbeitet mit den Ermittlern zusammen.
Die Festnahme erfolgt zu einer Zeit, in der die Behörden die Belästigungsvorfälle an Verkehrsdrehscheiben weiterhin genau beobachten. Zwar gehört der Stuttgarter Hauptbahnhof nicht zu den am stärksten betroffenen Standorten, doch wurden in den letzten Monaten die Streifen verstärkt. Dem Verdächtigen drohen nun Anklagen wegen der Tat sowie wegen seines Aufenthaltsstatus.