27 June 2026, 02:24

Schweinsteigers "afrikanisch-wilder Fußball" löst Rassismus-Debatte aus

Bastian Schweinsteiger sagt, seine Aussagen über die Spielweise der Elfenbeinküste bei der WM seien nicht auf Personen gemunzt

Schweinsteigers "afrikanisch-wilder Fußball" löst Rassismus-Debatte aus

Ein Streit ist über Äußerungen von Bastian Schweinsteiger zur Spielweise der Elfenbeinküste entbrannt. Der ehemalige deutsche Mittelfeldspieler bezeichnete ihren Fußball als „etwas afrikanisch, etwas unorthodox, etwas wild“. Nationaltrainer Emerse Faé bewertet die Bemerkungen als rassistisch.

Schweinsteiger äußerte sich nach dem 2:1-Sieg Deutschlands gegen die Elfenbeinküste in der Gruppenphase. Er behauptete, seine Worte bezögen sich auf taktische Aspekte und nicht auf einzelne Spieler, und betonte, er habe niemanden verletzen wollen. ARD-Programmdirektor Axel Balkausky unterstützte diese Sichtweise und erklärte, die Einschätzung habe sich ausschließlich auf den Spielstil bezogen.

Faé widersprach vehement. Er verurteilte die Wortwahl als rassistisch und führte seine Mannschaft kurz darauf zu einem historischen 2:0-Sieg gegen Curaçao – ein Erfolg, der der Elfenbeinküste erstmals die Qualifikation für die K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft sicherte.

Jürgen Klopp, um eine Stellungnahme gebeten, lehnte eine Bewertung ab. Er nannte die Angelegenheit „ernst“, gab aber an, nicht zu wissen, wie er darauf reagieren solle.

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Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob Schweinsteigers Aussagen eine taktische Beobachtung oder ein beleidigendes Klischee waren. Der Einzug der Elfenbeinküste in die nächste Runde verleiht Faés Kritik zusätzliches Gewicht. Die Diskussion dauert an, während das Turnier voranschreitet.

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