18 April 2026, 02:18

Renk sichert Milliardenauftrag für Puma-Panzer – doch Anleger bleiben skeptisch

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Renk sichert Milliardenauftrag für Puma-Panzer – doch Anleger bleiben skeptisch

Renk, der auf Antriebslösungen spezialisierte Augsburger Hersteller, hat einen Großauftrag über 188 HSWL-256-Getriebe für die Puma-Schützenpanzer der deutschen Bundeswehr erhalten. Der Deal umfasst zudem Aufträge für Fahrwerksysteme der Tochtergesellschaft Horstman Group und stellt einen bedeutenden Vertrag für das Unternehmen dar. Doch die Markt Reaktion fiel verhalten aus – Anleger zeigen sich skeptisch und hinterfragen die finanziellen Details der Vereinbarung.

Im Rahmen des neuen Auftrags wird Renk ab Anfang 2026 insgesamt 188 Getriebe liefern. Weitere 25 Einheiten folgen im Laufe der Zeit, sodass sich die Gesamtzahl bis Ende 2030 auf 213 beläuft. Parallel dazu wird die britische Tochter Horstman Group passende hydropneumatische Federungssysteme bereitstellen.

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Trotz des Großauftrags gab die Renk-Aktie am Freitag um 3,12 % nach und schloss bei 47,12 Euro. Dieser Rückgang setzt einen monatelangen Abwärtstrend fort und drückt den Kurs unter wichtige Unterstützungsmarken sowie weiter weg vom 50-Tage-Durchschnitt.

Das Unternehmen verzeichnete Ende 2025 einen Rekordauftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert Renk einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Allerdings basiert ein Teil der Gewinnprognose für 2026 auf der Übernahme von Aufträgen im Volumen von rund 200 Millionen Euro aus dem Vorjahr – Lieferungen, die in der ersten Jahreshälfte 2026 abgewickelt werden müssen.

Marktanalysten bleiben zurückhaltend und verweisen auf fehlende Transparenz hinsichtlich des finanziellen Umfangs des jüngsten Deals. Diese Unsicherheit hat zu der negativen Reaktion der Anleger beigetragen.

Mit dem neuen Auftrag erweitert Renk sein Portfolio im Bereich militärischer Fahrzeuge, wobei die Auslieferungen von 2026 bis 2030 erfolgen sollen. Die aktuelle Kursentwicklung spiegelt jedoch wider, dass Anleger weiterhin Bedenken wegen mangelnder Transparenz und kurzfristiger finanzieller Belastungen hegen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich der hohe Auftragsbestand in ein nachhaltiges Umsatzwachstum umsetzen lässt.

Quelle