04 April 2026, 12:15

Preisschock bei Medikamenten: Online-Apotheken bis zu 40 Prozent günstiger als lokale Filialen

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, das besagt: "19 Millionen Amerikaner sparen jährlich durchschnittlich 400 USD an Arzneimittelkosten."

Preisschock bei Medikamenten: Online-Apotheken bis zu 40 Prozent günstiger als lokale Filialen

Eine aktuelle Untersuchung von NDR Markt hat erhebliche Preisdifferenzen zwischen lokalen Apotheken und Online-Händlern bei gängigen Medikamenten aufgedeckt. Die Studie verglich die Kosten in der traditionellen Elefanten-Apotheke mit denen der beiden großen Online-Anbieter Shop Apotheke und DocMorris. Dabei wurden auch Bedenken hinsichtlich der einfachen Verfügbarkeit von Arzneimitteln ohne ausreichende Beratung im Internet thematisiert.

Im Fokus standen drei weitverbreitete Produkte: Voltaren Schmerzgel forte (150 g), Iberogast Classic (20 ml) und Vomex A Tabletten (20 Stück). In der Elefanten-Apotheke beliefen sich die Gesamtkosten für diese Artikel auf 53,38 Euro. Derselbe Warenkorb kostete bei Shop Apotheke 38,20 Euro und bei DocMorris 37,76 Euro – die lokale Apotheke war damit 15,18 Euro teurer. Allein das Voltaren-Gel wurde vor Ort für 30,48 Euro angeboten, online jedoch für 20,39 Euro. Iberogast kostete in der Präsenzapotheke 13,95 Euro, bei Shop Apotheke dagegen 10,89 Euro. Auch die Vomex-A-Tabletten waren im Internet günstiger: 6,55 Euro gegenüber 8,95 Euro in der Filiale.

Beide Online-Händler ermöglichten Bestellungen ohne vorherige Beratung, wenn auch bei ungewöhnlich großen Mengen Sicherheitsvorkehrungen griffen. Zwar haben sich die Lieferzeiten von Shop Apotheke und DocMorris auf zwei Werktage verkürzt, doch bleiben lokale Apotheken für dringende Rezeptbelange unverzichtbar. Zudem zeigte die Untersuchung, dass eine fachkundige Beratung in stationären Apotheken deutlich einfacher zu erreichen ist als über Online-Plattformen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Preisentwicklung bei Abnehm-Spritzen wie Ozempic und Wegovy. Zwischen Oktober 2025 und März 2026 stieg der Preis für Ozempic in Deutschland um etwa ein Drittel – je nach Dosierung liegen die monatlichen Kosten nun zwischen 104 und 200 Euro. Wegovy kostet derzeit zwischen 172 und 278 Euro pro Monat. Langfristig werden nach Patentablauf in mehreren Ländern Preissenkungen auf unter 3 Euro erwartet, bisher sind solche Reduzierungen jedoch noch nicht in Kraft getreten.

Die Untersuchung bestätigt, dass Online-Apotheken viele Medikamente günstiger anbieten – DocMorris unterbot Shop Apotheke dabei um 44 Cent. Dennoch bleiben lokale Apotheken für die sofortige Verfügbarkeit von Rezepten und eine unkomplizierte Beratung essenziell. Gleichzeitig wirft die Studie Fragen zur einfachen Bestellbarkeit von Arzneimitteln ohne ausreichende Fachberatung im Netz auf.

Quelle