Porsche kämpft mit Rekordverlusten und plant drastische Einschnitte bis 2025
Emma KrausPorsche kämpft mit Rekordverlusten und plant drastische Einschnitte bis 2025
Porsche steht vor der schwierigsten finanziellen Phase seit über 15 Jahren. Das Unternehmen meldete für 2025 einen Nettogewinnrückgang von mehr als 90 Prozent sowie sinkende Absatzzahlen. Nun plant der Sportwagenhersteller, die Produktionskapazität unter die Vorjahresmarke von rund 280.000 Fahrzeugen zu senken.
Seit dem vergangenen Herbst führt Porsche Gespräche mit dem Betriebsrat. Im Mittelpunkt stehen Kostensenkungen und mögliche Stellenstreichungen, um die Profitabilität trotz geringerer Stückzahlen zu sichern. Bereits zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, bis 2025 etwa 3.900 Arbeitsplätze abzubauen.
Vorstandschef Michael Leiters erwartet, dass die Verhandlungen über ein zweites Sparpaket zügig abgeschlossen werden. Eine Einigung soll noch vor der sommerlichen Werksschließung im Juli stehen. Zudem will das Unternehmen den Beschäftigten bald Klarheit über die geplanten Maßnahmen geben.
Um die Rentabilität zu wahren, setzt Porsche auf eine engere Zusammenarbeit mit Audi. Zudem wird die Einstiegsbaureihe 718 weiterproduziert, um neue Kundschaft zu gewinnen. Die Vorgängergeneration dieser Modellreihe war im vergangenen Herbst ausgelaufen.
Porsche muss sich an eine Zukunft mit geringeren Produktionszahlen anpassen – ohne dabei die Profitabilität aus den Augen zu verlieren. Mit Kostensenkungen und Partnerschaften unternimmt das Unternehmen Schritte, um die Finanzen zu stabilisieren. Die Belegschaft wird in den kommenden Wochen über die finalen Entscheidungen informiert.






