Pflegeversicherung droht Milliarden-Defizit – Prognosen deutlich übertroffen
Moritz FischerPflegeversicherung droht Milliarden-Defizit – Prognosen deutlich übertroffen
Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steht vor einem deutlich größeren Finanzloch als erwartet. Neue Zahlen zeigen, dass sich das Defizit im kommenden Jahr stark erhöhen wird – und damit die bisherigen Schätzungen um Milliarden übersteigt.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die Gesundheitsminister der Länder über die verschärfte finanzielle Lage informiert. Die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben beträgt nun 7,5 Milliarden Euro – 1,5 Milliarden mehr als ihre bisherige Prognose von 6 Milliarden Euro.
Bis 2028 wird das Defizit voraussichtlich auf über 15 Milliarden Euro anwachsen, also mehr als das Doppelte. Die überarbeiteten Prognosen verdeutlichen, dass sich die Finanzlage des Systems schneller verschlechtert als von den Verantwortlichen angenommen.
Die aktualisierten Zahlen bedeuten, dass die Politik nun in den kommenden Jahren eine größere Finanzierungslücke schließen muss. Ohne Gegenmaßnahmen wird die Pflegeversicherung weiterhin steigende Defizite anhäufen – und die öffentlichen Haushalte zusätzlich belasten.






