NKR will Baunormen revolutionieren – weniger Kosten, mehr Wohnraum?
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands hat weitreichende Änderungen vorgeschlagen, um Baunormen zu vereinfachen. Mit der Initiative sollen die Baukosten gesenkt und der Druck auf dem Wohnungsmarkt verringert werden. Bundesminister haben bereits die zentralen Punkte für einen neuen Gebäudetyp-E-Vertrag skizziert; ein Gesetzentwurf des Justizministeriums wird in Kürze erwartet.
Der NKR setzt sich für einen schlankeren Ansatz bei Bauvorschriften ein. Sein Präsident, Lutz Goebel, regte an, nicht essentielle Sicherheits- und Gesundheitsstandards zu reduzieren oder ganz abzuschaffen. Statt starrer Regeln strebt der Rat ein flexibles System an, in dem Bauherren zwischen einer Basis-, Mittel- oder Premium-Stufe wählen können.
Laut dem Plan soll ein „Grundstandard“ zur Standardoption werden. Entwickler könnten bei Bedarf dennoch höherwertige Ausführungen oder strengere technische Anforderungen wählen. Der NKR ist überzeugt, dass dieses gestufte System die Kosten senkt, ohne die grundlegende Sicherheit zu gefährden.
Das Justizministerium arbeitet derzeit an einem Gesetzentwurf für das Gebäudetyp-E-Gesetz, der in den kommenden Monaten veröffentlicht werden soll. Der NKR hat zudem fachliche Unterstützung angeboten, um die neue Gesetzgebung praxisnah zu gestalten – mit Fokus auf konkrete Vereinfachungen der Bauvorschriften.
Die geplanten Reformen würden es Bauherren ermöglichen, bei Wohnprojekten von hohen technischen Standards abzuweichen. Falls umgesetzt, könnten die Änderungen die Ausgaben verringern und den Wohnungsbau beschleunigen. Der anstehende Entwurf des Justizministeriums wird zeigen, wie diese Vorschläge in die Praxis umgesetzt werden.






