Neuköllns Bildungsstadträtin gerät wegen Instagram-Posts in die Kritik
In Berlin-Neukölln ist ein politischer Streit über die Social-Media-Aktivitäten von Janine Wolter entbrannt, der Bezirksstadträtin für Bildung. Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen Instagram-Beiträge, die mit einer umstrittenen Influencerin in Verbindung stehen, die sich kritisch gegenüber Israel äußert. Die Angelegenheit wurde während einer jüngsten Bezirksverordnetenversammlung thematisiert.
Auslöser der Debatte war ein Hinweis der Neuköllner CDU-Fraktion auf Posts der Influencerin zur Abfangaktion der israelischen Marine gegen die Global Sumud Flotilla. Bezirksbürgermeister Martin Hikel prüfte daraufhin Wolters Instagram-Aktivitäten im Rahmen des Dienstrechts und erteilte ihr eine offizielle schriftliche Rüge. Darin begründete er, ihr Verhalten habe die für ihr Amt erforderliche Mäßigung und Neutralität vermissen lassen.
Wolter, SPD-Politikerin und Kandidatin für die Nachfolge Hikels als Bezirksbürgermeisterin, entgegnete, es handele sich um einen einzelnen Story-Beitrag aus dem Oktober 2025, der nach 24 Stunden wieder verschwunden sei. Sie bestätigte, künftig keine Inhalte der Influencerin mehr zu teilen und deren Account nicht mehr zu folgen. Über den Fall hatte bereits der Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint berichtet.
Die Rüge wurde offiziell aktenkundig. Wolter bleibt weiterhin Kandidatin für die Spitze des Bezirks. Der Vorfall zeigt, wie stark das Online-Verhalten von Amtsträgern unter Beobachtung steht.
