Neuer Mycare-Chef Roland Helle übernimmt nach Tod des Gründers und warnt vor steigenden Apothekenkosten
Moritz PetersNeuer Mycare-Chef Roland Helle übernimmt nach Tod des Gründers und warnt vor steigenden Apothekenkosten
Roland Helle hat die Geschäftsführung der bekannten Apothekengruppe Mycare übernommen, nachdem der vorherige Inhaber, Christian Buse, verstorben ist. Der Wechsel erfolgt nach Jahren, in denen Helle Führungspositionen in der Pharmabranche innehatte, bevor er im vergangenen Sommer nach Wittenberg zurückkehrte.
Helles Karriere im Apothekenmanagement begann früh: Von 2009 bis 2013 leitete er die pharmazeutische Abteilung bei Mycare. Nach seinem Ausscheiden arbeitete er für verschiedene Gesundheitsorganisationen, darunter Gematik, Aponeo und Pro Samed, bevor er schließlich als neuer Eigentümer zu Mycare zurückkehrte.
Im Dezember übernahm er zudem die Robert-Koch-Apotheke in Wittenberg und erweiterte damit sein Portfolio. Zu seiner Gruppe gehören nun auch die Galenos-Apotheke und die Kreisel-Apotheke, beide ebenfalls in Wittenberg ansässig.
Vor Helles Übernahme wurde die Apotheke von Yvonne Buse, der Witwe von Christian Buse, geführt. Sie sprang nach dem Tod ihres Mannes ein, leitete den Tagesbetrieb und trat in den Vorstand der Homecare-Sparte ein. Auch ihre Schwiegermutter, Christine Buse, unterstützte die Apothekenführung während dieser Phase.
Helle äußerte inzwischen Bedenken hinsichtlich steigender Kosten, die mit Änderungen der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) zusammenhängen. Diese Überarbeitungen könnten die finanzielle Belastung für Apothekenbesitzer in ganz Deutschland weiter erhöhen.
Unterdessen vollzieht sich in der Branche ein Konzentrationsprozess. Seit der Übernahme von Atida Plus im Jahr 2022 expandiert die Markel Group aggressiv und kauft zahlreiche Apothekenketten in Deutschland und Osteuropa auf. Bis 2026 werden zu ihren Tochtergesellschaften Atida Plus und weitere, noch nicht namentlich genannte Apothekennetzwerke gehören – eine vollständige Liste wurde bisher nicht veröffentlicht.
Helle führt nun Mycare sowie mehrere Apotheken in Wittenberg und setzt damit eine Karriere fort, die tief in der Branche verwurzelt ist. Seine Warnungen vor regulatorischen Kosten unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen für unabhängige Apothekeninhaber. Die zunehmende Konsolidierung durch Großübernahmen prägt zudem die Marktentwicklung nachhaltig.






