Neue MsbG-Novelle bringt mehr Transparenz für intelligente Stromzähler ab 2026
Emma KrausNeue MsbG-Novelle bringt mehr Transparenz für intelligente Stromzähler ab 2026
Deutschland aktualisiert seine Vorschriften für intelligente Zähler mit einer zweiten Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG). Die Änderungen, die Ende 2025 in Kraft treten sollen, zielen darauf ab, die Datenverarbeitung, die Zusammenarbeit und die Zuverlässigkeit im Energiesektor zu verbessern. Bis Ende 2024 waren bereits rund 1,8 Millionen intelligente Zähler in deutschen Haushalten installiert.
Die neuen Regelungen führen ab Juli 2026 bundesweit standardisierte Messstellenverträge ein. Diese legen einheitliche Bedingungen für Vertragsstrafen, monatliche Zahlungen und Installationsprozesse fest. Eine zentrale Neuerung ist die verpflichtende Erfassung von Verbrauchsdaten im 15-Minuten-Takt, die Verbrauchern detailliertere Einblicke in ihren Energieverbrauch ermöglicht.
Eine zentrale Plattform namens MaBiS-Hub, betrieben von der Bundesnetzagentur, soll die Marktkommunikation vereinfachen. Sie wird Abrechnungs- und Ausgleichsdaten effizienter verarbeiten. Zudem werden neue Marktrollen geschaffen, um die Datenqualität und Prozesssicherheit zu erhöhen.
Um vorzeitige Austauschmaßnahmen zu vermeiden, gilt nach der Installation von iMSys-Zählern eine Mindestnutzungsdauer. Anlagen ohne Einspeisung ins Stromnetz benötigen künftig keine Steuerungseinheiten mehr. Die Novelle fördert außerdem durch gezielte Anreize eine bessere Zusammenarbeit zwischen den grundzuständigen Messstellenbetreibern (gMSB).
Die Änderungen standardisieren die Messverfahren in ganz Deutschland und erhöhen die Transparenz für Verbraucher. Das aktualisierte System soll die weitere Digitalisierung und ein reibungsloseres Energiemanagement unterstützen. Die meisten Bestimmungen treten ab Mitte 2026 in Kraft.






