Nagelsmanns DFB-Elf in der Kritik: Defensive Patzer und taktische Zweifel vor der WM 2026
Theo KönigNagelsmanns DFB-Elf in der Kritik: Defensive Patzer und taktische Zweifel vor der WM 2026
Die deutsche Nationalmannschaft sieht sich wachsender Kritik an ihren jüngsten Leistungen unter Julian Nagelsmann ausgesetzt. Trotz einer Reihe von Weltklasse-Spielern führen defensive Fehler und fragwürdige taktische Entscheidungen zu enttäuschenden Ergebnissen in Testspielen. Fans und Experten hinterfragen zunehmend die Arbeit des Trainers im Vorfeld der Vorbereitungen auf die WM 2026.
In den letzten Partien zeigte Deutschland vor allem in der Defensive Schwächen – selbst gegen schwächere Gegner. Gegen Ghana, eine Mannschaft mit wenig offensiver Durchschlagskraft, ließ die Abwehr Chancen zu und musste sich auf einen späten Siegtreffer des eingewechselten Deniz Undav verlassen. Interessanterweise war es derselbe Schiedsrichter, der den umstrittenen Handelfmeter für Deutschland gab, der zuvor im Viertelfinale der EM 2024 einen klaren Strafstoß gegen die DFB-Elf übersehen hatte.
Im Spiel gegen die Schweiz rächten sich die defensiven Patzer besonders. Deutschland kassierte drei Tore aus nur sieben Torabschlüssen, wobei ein Fehlpass von Nico Schlotterbeck den Gegnern eine Torchance ermöglichte. Diese Fehler offenbaren tiefgreifendere Probleme in Nagelsmanns System.
Die Kritik konzentriert sich vor allem auf seine taktischen Entscheidungen. Joshua Kimmich, normalerweise als Mittelfeldregisseur eingesetzt, wird auf der rechten Abwehrseite aufgeboten – was die Mannschaft verwundbar macht. Zudem gibt es Vorwürfe, weil der Trainer Spieler wie Andrich ignoriert, auf Groß und Stiller statt auf Goretzka setzt und trotz schwankender Form weiterhin auf Kai Havertz als Sturmspitze vertraut. Ein Fanblog von Union Berlin analysierte ein aktuelles Spiel und wies auf das Fehlen einer defensiven Absicherung für Kimmich sowie ein zu einseitiges Offensivspiel ohne ausbalanciertes Konzept hin.
Trotz der Schwierigkeiten stechen Einzelspieler wie Florian Wirtz, Antonio Rüdiger, Jamal Musiala und Lennart Karl positiv heraus. Dennoch räumte Nagelsmann ein, dass andere Nationen mittlerweile als Favoriten für die WM 2026 gelten. Zudem weigert er sich, seine Positionszuweisungen anzupassen – und riskiert damit, sich weiter zu isolieren, während die Kritik lauter wird.
Im Angriff bildeten Havertz und Niclas Woltemade die Sturmspitze, während Undav nur zu Kurzeinsätzen kam. Das Fehlen eines eingespielten Systems lässt die Mannschaft selbst in Partien, in denen sie dominieren sollte, angreifbar wirken.
Die defensiven Schwächen und taktische Unflexibilität Deutschlands werfen vor der WM 2026 Fragen auf. Da Nagelsmann nicht bereit scheint, seinen Ansatz zu überdenken, bleiben die Vorbereitungen der Mannschaft unter Beobachtung. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Anpassungen erfolgen – oder ob die Probleme bestehen bleiben.






