16 March 2026, 20:15

Müllers provokanter Vorstoß: Soll die CDU in Baden-Württemberg mit der AfD paktieren?

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

Müller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Müllers provokanter Vorstoß: Soll die CDU in Baden-Württemberg mit der AfD paktieren?

Die jüngste Wahl in Baden-Württemberg hat die politische Landschaft neu gezeichnet. Die Grünen blieben zwar vorn, verloren aber an Zustimmung und fielen von 32,6 auf 30,2 Prozent, während die CDU von 24,1 auf 29,7 Prozent zulegte. Gleichzeitig fast verdoppelte die AfD ihren Stimmenanteil auf 18,8 Prozent und löste damit Debatten über mögliche Koalitionen aus.

Nun hat sich der Milchindustrielle Theo Müller zu Wort gemeldet und die CDU aufgefordert, mit der Tradition zu brechen. Er argumentiert, die Partei solle sich nicht mit einer untergeordneten Rolle gegenüber dem Grünen Cem Özdemir bei der Regierungsbildung zufriedengeben.

Die Wahlergebnisse ließen nur eine Koalition aus Grünen und CDU als machbare Option übrig – eine Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit seit 2016. Die SPD stürzte auf ein historisches Tief von 5,5 Prozent ab, während die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Da keine andere Mehrheit möglich ist, lehnt die CDU-Führung jede Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ab.

Müller sieht das anders. Er schlägt ein schwarz-blaues Bündnis aus CDU und AfD vor und fordert die Partei auf, entweder mit der AfD zu regieren oder zumindest deren Unterstützung zu akzeptieren. Seine Haltung steht im Widerspruch zur offiziellen Linie der CDU, die eine Kooperation mit der rechtspopulistischen Partei ausschließt.

Der Unternehmer regte zudem an, die CDU solle im geheimen Parlamentsvoting einen eigenen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten aufstellen. Er lobte den AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier und bezeichnete dessen Argumente als "nachvollziehbar". Müllers Verbindungen zur AfD reichen weiter: Er traf sich bereits mit der Co-Vorsitzenden Alice Weidel, die er als "eine Freundin" bezeichnete.

Müllers Vorschläge setzen die CDU unter Zugzwang, ihre Strategie zu überdenken. Eine Annäherung an die AfD könnte die politische Ausrichtung Baden-Württembergs grundlegend verändern. Derweil führt die CDU weiterhin Sondierungsgespräche mit den Grünen – doch die inneren Spannungen in der Partei könnten zunehmen.

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