09 June 2026, 22:18

Mitteldeutschland-Verbindung droht Scheitern: 2 Milliarden Euro fehlen und Bau verzögert sich bis 2028

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutschland-Verbindung droht Scheitern: 2 Milliarden Euro fehlen und Bau verzögert sich bis 2028

Wichtiges Schienenprojekt in Mitteldeutschland droht massive Verzögerungen und Finanzierungslücken

Die geplante Mitteldeutschland-Verbindung, die die Anbindung von Sachsen über Thüringen bis in den Westen Deutschlands verbessern soll, leidet unter einem Fehlbetrag von 2 Milliarden Euro. Der Baubeginn, ursprünglich für dieses Jahr vorgesehen, wurde auf 2028 verschoben.

Die Strecke sollte den Schnellverkehr zwischen Chemnitz, Dresden und westlichen Wirtschaftsräumen wie dem Rhein-Main-Gebiet oder dem Ruhrgebiet beschleunigen. Die geplante Voll-elektrifizierung der Linie, die schnellere Fernverbindungen ermöglichen würde, verzögert sich nun bis 2032.

Ein besonders kritischer Abschnitt ist die Strecke Weimar–Gera–Gößnitz, deren Kosten auf 544 Millionen Euro geschätzt werden. Trotz ihrer Bedeutung für die Region bestätigte das Bundesverkehrsministerium, dass derzeit keine Haushaltsmittel für das Projekt bereitstehen. Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag hält die Verbindung jedoch für unverzichtbar für das regionale Verkehrsnetz.

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Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, fordert sofortiges Handeln. Er betonte, wie dringend die Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz vorangetrieben werden müsse. Zudem setzt sich die BSW für einen teilweisen zweigleisigen Ausbau ein, um die Kapazitäten zu erhöhen.

Die Fraktion verlangt mehr Bundesmittel, um das Projekt voranzubringen. Ohne zusätzliche Förderung bleiben die geplanten Modernisierungen jedoch blockiert – die Region muss weiterhin mit veralteter Infrastruktur auskommen.

Durch die Verzögerungen wird der Baubeginn der Mitteldeutschland-Verbindung frühestens 2028 erfolgen. Die Voll-elektrifizierung, die eigentlich den Fernverkehr stärken sollte, ist nun erst für 2032 vorgesehen. Solange die 2-Milliarden-Lücke nicht geschlossen wird, bleibt der Fortschritt auf dieser wichtigen Verkehrsachse weiter auf Eis.

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