31 May 2026, 10:12

Mietpreise explodieren: In 60 Städten schrumpft bezahlbarer Wohnraum um über 10 Prozent

Mieten in Wiesbaden: Weniger Wohnraum für 1000 Euro

Mietpreise explodieren: In 60 Städten schrumpft bezahlbarer Wohnraum um über 10 Prozent

Mieten in Deutschland steigen rasant – Wohnfläche schrumpft weiter

Eine neue Studie zeigt: In 60 von 80 Großstädten ist der bezahlbare Wohnraum seit 2020 um mindestens 10 Prozent geschrumpft. Experten warnen, dass sich der Trend ohne Gegenmaßnahmen weiter verschärfen wird.

Am stärksten betroffen ist das Ruhrgebiet. In Städten wie Gelsenkirchen hat sich die für 1.000 Euro Kaltmiete verfügbare Fläche um 29 Quadratmeter verringert. Berlin folgt dichtauf – hier erhalten Mieter heute 16 Quadratmeter weniger als noch 2022. Selbst in Wiesbaden, wo das gleiche Budget einst 91 Quadratmeter abdeckte, sind es heute nur noch 82.

Auch Hamburg und Mainz spüren die Auswirkungen: In Hamburg verlieren Mieter im Vergleich zu 2020 zwölf Quadratmeter, in Mainz neun. Immowelt-Chef Theo Mseka nennt die Lage in den Metropolen „alarmierend“ und verweist auf steigende Baukosten, höhere Instandhaltungskosten und gestiegene Zinsen. Zudem verschärft die Abwanderung aus teuren Städten den Druck.

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Analysten führen einen Teil des Problems auf einen „Nachholeffekt“ im Ruhrgebiet zurück: Durch die stark gestiegene Nachfrage klettern die Mieten hier schneller als in anderen Regionen. Ohne politische Maßnahmen zur Entlastung des Wohnungsbaus droht der Teufelskreis aus schrumpfenden Flächen und höheren Kosten anzudauern.

Die Studie belegt einen klaren Trend: Mieter zahlen mehr für weniger Wohnraum. In 60 Städten ist der bezahlbare Wohnraum in nur vier Jahren um über 10 Prozent geschrumpft. Ohne gezielte Förderung des Wohnungsbaus wird sich die Schere zwischen Löhnen und Mieten voraussichtlich weiter öffnen.

Quelle