Mainz digitalisiert Baugenehmigungen – weniger Wartezeiten und mehr Transparenz
Moritz PetersMainz digitalisiert Baugenehmigungen – weniger Wartezeiten und mehr Transparenz
Mainz stellt Baugenehmigungsverfahren auf digitale Abwicklung um
Im Rahmen einer umfassenden Modernisierung der öffentlichen Dienstleistungen verlagert Mainz sein Baugenehmigungsverfahren ins Internet. Die Stadt hat die technischen Systeme eingerichtet, die für die digitale Bearbeitung von Anträgen erforderlich sind. Laut Behörden soll die Umstellung Wartezeiten verkürzen und die Abläufe für Bürgerinnen, Bürger sowie Unternehmen transparenter gestalten.
Der Schritt folgt aktuellen Anpassungen des rheinland-pfälzischen Baugesetzes, das nun elektronische Einreichungen zulässt. Mainz hat bereits die notwendige Infrastruktur geschaffen, um Anträge digital entgegenzunehmen und zu bearbeiten. Die Einführung erfolgt schrittweise – in einer Übergangsphase werden weiterhin Papierdokumente akzeptiert, um die rechtliche Konformität zu gewährleisten.
Bürgermeister Nino Haase bezeichnete die Digitalisierung als "wichtigen Meilenstein hin zu einer effizienteren und transparenteren Verwaltung". Digitale Genehmigungen würden zudem die Planungsprozesse der Stadt zukunftsfähig machen, so Haase. Ludwig Holle, Leiter des Mainzer Bauamts, pflichtete ihm bei und betonte, dass Online-Anträge Arbeitsabläufe vereinfachen und die Kommunikation mit anderen Behörden verbessern würden.
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Rheinhessen begrüßte die Entscheidung und hob hervor, dass schnellere Verfahren und weniger Bürokratie erhebliche Vorteile für Unternehmen darstellten. Zwar strebt die Stadt eine vollständige Digitalisierung an – von der Antragstellung bis zur endgültigen Genehmigung –, zunächst soll jedoch das Feedback aus der Pilotphase ausgewertet werden. Anschließend wird ein detaillierter Zeitplan für die vollständige Umsetzung erarbeitet, um den Übergang so kurz wie möglich zu halten.
Das neue System soll den Wohnungsbau beschleunigen, indem veraltete Papierprozesse durch digitale Arbeitsabläufe ersetzt werden. In der Anfangsphase wird Mainz ergänzende Unterlagen weiterhin in physischer Form annehmen. Sobald das Verfahren vollständig etabliert ist, wird der gesamte Prozess – von der Antragsstellung bis zum Bescheid – online abgewickelt.






