30 May 2026, 20:14

Linksextremistin Lina E. nach Haftentlassung auf freiem Fuß

Frühzeitig entlassene deutsche Linksextremistin Lina E.

Linksextremistin Lina E. nach Haftentlassung auf freiem Fuß

Lina E., die Anführerin der linksextremen Militantengruppe Hammerbande, ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Ihr Urteil wurde im März 2025 rechtskräftig, nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) ihre Verurteilung weitgehend bestätigt hatte. Die Freilassung folgt auf einen hochgesicherten Prozess und jahrelange juristische Auseinandersetzungen.

Zwischen 2018 und 2020 führte Lina E. das Hammerbande-Netzwerk in Ostdeutschland an. Die Gruppe richtete sich gegen mutmaßliche Rechtsextremisten und Neonazis und verübte Überfälle mit Waffen wie Hämmer, Eisenstangen und Pfefferspray. Mehrere Opfer erlitten dabei schwere Verletzungen.

2023 verurteilte ein Gericht sie zu fünf Jahren und drei Monaten Haft. Die Anklagepunkte umfassten die Gründung einer kriminellen Vereinigung sowie mehrfache gefährliche Körperverletzung. Nach Verbüßung von etwa zwei Dritteln ihrer Strafe – inklusive Untersuchungshaft – wurde ihre vorzeitige Entlassung bewilligt.

Die Bundesanwaltschaft legte gegen diesen Beschluss Berufung ein, doch der 3. Strafsenat des BGH wies diese zurück. Das Urteil, das am 19. März 2025 rechtskräftig wurde, bestätigte ihre Freilassung. Der Prozess selbst hatte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden, da Befürchtungen von Ausschreitungen und politischen Unruhen bestanden.

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Lina E. ist nun frei, nachdem der BGH den letzten Einspruch der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen hat. Ihr Fall hat die Debatte darüber belebt, wie Deutschland mit politisch motivierter Gewalt umgeht. Kritiker werfen dem Justizsystem vor, linksextreme und rechtsextreme Straftaten unterschiedlich zu behandeln. Das Urteil markiert das Ende eines intensiv beobachteten Rechtsverfahrens.

Quelle