20 March 2026, 06:16

Lahav Shani wird neuer Chefdirigent der Münchner Philharmoniker ab 2026

Ein detailliertes Vintage-Karte von München, Deutschland, mit Straßen, Parks und Sehenswürdigkeiten in Blau-, Grün- und Gelbtönen, umrahmt von einem dekorativen Rahmen.

Lahav Shani wird neuer Chefdirigent der Münchner Philharmoniker ab 2026

Die Münchner Philharmoniker haben Lahav Shani zum neuen Chefdirigenten ernannt – sein Amt tritt er zur Spielzeit 2026/27 an. Stadtvertreter und Sponsoren präsentieren seine Berufung als Beginn eines neuen Kapitels nach Jahren der Turbulenzen, die 2022 mit dem abrupten Abgang Valery Gergievs gipfelten. Das aktuelle Programm der Philharmoniker betont unter Shanis Führung Einheit und einen zukunftsweisenden Kurs.

Münchens Kulturreferent Marek Wiechers bezeichnete Shanis Antritt als "Aufbruch in eine neue Ära" und einen Moment des "Neuanfangs" für das Orchester. Im Spielplanheft für 2026/27 finden sich deutliche Unterstützungserklärungen von Förderern wie der BMW Group, die Shanis weltweites Renommee, seine künstlerische Entschlossenheit und Innovationsfreude loben. Anders als bei früheren Übergängen wird in den vorliegenden Unterlagen auf frühere Kampagnen für neue Musikdirektoren nicht Bezug genommen.

Die städtische Kulturpolitik setzt hier oft auf "Bayernkult" – eine Mischung aus regionalem Stolz und gezielter Offenheit – statt auf breite Multikulturalität. Für Shani bedeutete das eine Willkommenskampagne mit dem bayerischen Gruß "Servus!", statt Alternativen wie "Schalom", die seine israelischen Wurzeln stärker betont hätten. Der Schritt erinnert an frühere Gesten wie Berlins "Welcome!"-Plakate für Simon Rattle bei seinem Amtsantritt bei den Berliner Philharmonikern oder Rattles eigene "Symphonische Hoagascht" – ein bayerisch inspiriertes Konzert – während seiner Münchner Auftritte.

Selbst lokale Politiker zeigen gelegentlich spielerisch kulturelle Verbundenheit: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ließ sich schon mit einem "Söder-Döner" blicken – einer humorvollen Abwandlung des beliebten Kebabs, benannt nach ihm selbst.

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Shanis Ernennung markiert einen bewussten Neuanfang für die Münchner Philharmoniker. Orchester und Unterstützer betonen Erneuerung und Zusammenhalt. Die Wahl von "Servus!" als Begrüßung spiegelt Münchens Vorliebe wider, Tradition mit dosierter Offenheit zu verbinden. Seine Amtszeit beginnt mit hohen Erwartungen – getragen von Unternehmenssponsoren und einer Stadt, die die jüngsten Kontroversen hinter sich lassen will.

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