23 March 2026, 10:19

Kriminalitätsrückgang im Landkreis Osnabrück – doch Gewalt bleibt Problem

Grafik, die die Homicide-Offending-Rates nach Alter des Täters und Waffengebrauch von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Kriminalitätsrückgang im Landkreis Osnabrück – doch Gewalt bleibt Problem

Im Landkreis Osnabrück ist die Kriminalität 2025 leicht zurückgegangen – mit 81.539 registrierten Straftaten lag die Zahl um 2 % niedriger als im Vorjahr. Dennoch bleibt die Gewaltkriminalität ein drängendes Problem: Körperverletzungen und Messerdelikte blieben auf hohem Niveau. Die Behörden bewerten die Sicherheitslage zwar als stabil, verweisen aber auf anhaltende Herausforderungen, insbesondere bei häuslicher Gewalt und Jugendkriminalität.

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Die Gewaltkriminalität prägte die Statistik des Jahres 2025 mit 14.568 erfassten Fällen, darunter fast 10.000 Körperverletzungen. Zwei mutmaßliche Tötungsdelikte im familiären Umfeld erschütterten die Region, während messerbezogene Straftaten auf 438 anstiegen – meist handelte es sich um Bedrohungen. Die Fälle von häuslicher Gewalt blieben mit 4.893 auf dem Niveau der Vorjahre und zeigten keine Besserung.

Bei der Jugendkriminalität gab es 2025 Verschiebungen: Zwar sank die Zahl der Straftaten von Kindern und Jugendlichen leicht auf 5.868, doch die Anzahl der Tatverdächtigen unter 14 Jahren stieg – während sie in der Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen zurückging. In den vergangenen fünf Jahren nahm die Jugendkriminalität in Osnabrück um etwa 15 % zu, blieb damit aber unter den Steigerungsraten in Hannover (+22 %) und Braunschweig (+18 %). In Oldenburg hingegen verzeichnete man einen Rückgang um 5 %.

Auch Digitale Straftaten stellten weiterhin ein Problem dar: 867 Mal wurde die Verbreitung pornografischer Inhalte über Messenger-Dienste und soziale Medien angezeigt. Trotz dieser Herausforderungen zeigt der Langzeitvergleich Fortschritte: Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte ging die Kriminalität um 23.000 Fälle zurück.

Die Zahlen für 2025 bestätigen den allmählichen Rückgang der Gesamtkriminalität, der seit 20 Jahren anhält. Gewaltstraftaten, Messerattacken und häusliche Gewalt bleiben jedoch zentrale Themen für die Sicherheitsbehörden. Gleichzeitig erfordern die Veränderungen bei der Jugendkriminalität und die Zunahme digitaler Delikte weiterhin besondere Aufmerksamkeit der regionalen Verantwortlichen.

Quelle