KI-Deepfakes zerstören Leben: Wie Collien Fernandes jahrelang kämpfte
Moritz FischerKI-Deepfakes zerstören Leben: Wie Collien Fernandes jahrelang kämpfte
Collien Fernandes ist jahrelang Opfer sexualisierter digitaler Gewalt geworden, nachdem mit KI erstellte Deepfake-Bilder von ihr online verbreitet wurden. Die gefälschten Inhalte wirkten so überzeugend, dass selbst berufliche Kontakte in ihrem Namen angesprochen wurden. Unterdessen demonstrierten in Berlin Menschen für Solidarität mit Betroffenen solcher Angriffe.
Franziska Martin, Redakteurin aus Hamburg, hat den Fall begleitet und berichtet über die weiteren Auswirkungen von KI auf Arbeit und Gesellschaft. Fernandes geriet ins Visier explizit sexualisierter Deepfakes, die jahrelang im Umlauf waren. Die manipulierten Bilder waren so realistisch, dass sie selbst Menschen aus ihrem beruflichen Umfeld täuschten. Einige Kontakte erhielten Nachrichten, von denen sie annahmen, sie stammten von ihr.
Als Reaktion versammelten sich Demonstranten in Berlin unter dem Motto "Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Betroffenen". Die Kundgebung lenkte den Blick auf die wachsende Bedrohung durch KI-generierten Missbrauch und dessen Folgen für die Opfer.
Martin, die für ein Online-Magazin mit Schwerpunkt auf Arbeitswelt und Berufsthemen schreibt, verfolgt den Fall seit Langem. Zuvor arbeitete sie im Technologie-Ressort des Manager Magazins, wo sie über die KI-Branche berichtete. In ihrer aktuellen Tätigkeit untersucht sie, wie Technologie Arbeitsverhältnisse und gesellschaftliche Dynamiken verändert.
Die Berliner Demonstration machte auf die Schäden durch Deepfake-Missbrauch aufmerksam. Fernandes' Erfahrung zeigt, wie leicht manipulierte Inhalte Ruf und Privatleben zerstören können. Martins Berichterstattung setzt sich weiterhin mit den Schnittstellen von KI, Arbeitswelt und Gesellschaft auseinander – einschließlich der Risiken unkontrollierter digitaler Manipulation.






