Kai Wegners riskanter Endspurt: 100 Tage bis zur Berliner Machtprobe
Moritz PetersKai Wegners riskanter Endspurt: 100 Tage bis zur Berliner Machtprobe
100 Tage bis zur Berliner Abgeordnetenhauswahl: CDU bestätigt Wegner als Spitzenkandidaten – doch seine Zukunft hängt am seidenen Faden
Die politische Lage in Berlin spitzt sich zu, nur noch 100 Tage vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September. Die CDU hat Kai Wegner erneut als ihren Spitzenkandidaten bestätigt und damit den Weg für ein enges Rennen freigemacht.
Wegner übernahm im April 2023 überraschend das Amt des regierenden Bürgermeisters, nachdem seine Partei bei der vorgezogenen Wahl im Februar desselben Jahres einen unerwarteten Sieg errungen hatte. Seither steht er wegen seines Umgangs mit dem Stromausfall in Teilen der Stadt, den winterlichen Glättegefahren und einem Subventionsskandal in der Kritik.
Auf dem Landesparteitag am Dienstagabend sprach sich die CDU offiziell erneut für ihn als Spitzenkandidaten aus. Allerdings dürfte seine Zeit als Landesvorsitzender nach der Wahl voraussichtlich enden. Sollte die CDU nach der Abstimmung nicht an einer Regierungskoalition beteiligt sein, könnte auch sein Amt als regierender Bürgermeister in 100 Tagen Geschichte sein.
Bei der Wahl 2023 hatte die CDU 28,2 Prozent der Stimmen geholt – vor der SPD mit 18,4 und den Grünen mit 18,3 Prozent. Wegner verweist darauf, dass Umfragen sich schnell ändern können, so wie es auch vor seinem überraschenden Sieg im vergangenen Jahr der Fall war.
Selbst bei einer Niederlage der CDU bliebe Wegner vorerst als geschäftsführender Bürgermeister im Amt, bis eine neue Regierung gebildet ist. Doch das Ergebnis der September-Wahl wird entscheiden, ob seine politische Karriere in Berlin weitergeht – oder ein abruptes Ende findet.






