Jens Zangenfeind holt überraschenden Erdrutschsieg bei Landratswahl in Miesbach
Theo KönigJens Zangenfeind holt überraschenden Erdrutschsieg bei Landratswahl in Miesbach
Die politische Landschaft im Landkreis Miesbach hat sich erneut gewandelt, nachdem Jens Zangenfeind von den Freien Wählern (FWG) im zweiten Wahlgang der Landratswahl einen deutlichen Sieg errungen hat. Mit 78 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen den CSU-Kandidaten Franz Schnitzenbaumer durch, der lediglich 22 Prozent erhielt. Das Ergebnis markiert einen weiteren Bruch mit der Tradition der CSU-Führung im Landkreis.
Der Wettkampf um die Nachfolge des amtierenden Landrats Olaf von Löwis (CSU) begann mit sieben Bewerbern. Von Löwis, der nur eine Amtszeit absolviert hatte, verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Schon sein Vorgänger, Wolfgang Rzehak von den Grünen, hatte die jahrzehntelange Dominanz der CSU in diesem Amt durchbrochen.
In der ersten Runde lag Zangenfeind mit 45,3 Prozent der Stimmen vorn. Es folgte Franz Schnitzenbaumer, der CSU-Bewerber und ehemalige Bürgermeister von Schliersee, mit 25,6 Prozent. Thomas Tomaschek von den Grünen erreichte mit 12,2 Prozent den dritten Platz.
Zangenfeind, bisher Bürgermeister von Hausham, dominierte die Stichwahl souverän. Sein Erdrutschsieg festigt den Trend in Miesbach weg von der traditionellen CSU-Führung. Innerhalb kurzer Zeit haben nun drei verschiedene Parteien das Amt innegehabt: die Grünen, die CSU und jetzt die Freien Wähler.
Zangenfeinds Sieg unterstreicht den wachsenden Einfluss der FWG in Miesbach. Die Verwaltung des Landkreises ging von den Grünen an die CSU über – und nun an die Freien Wähler. Der neue Landrat tritt sein Amt an, nachdem der Wahlkampf eine klare Absage an eine Rückkehr der CSU an die Spitze gebracht hat.






