10 April 2026, 18:16

Iran-Krise treibt Energiepreise hoch – Ökonom warnt vor Inflation und Wachstumsrisiken

Liniengraph, der den Verbraucherpreisindex für alle städtischen Verbraucher (ohne Nahrungsmittel und Energie) und den effektiven Federal Funds Rate über die Zeit zeigt, mit Jahren auf der x-Achse und der Inflationsrate auf der y-Achse.

Iran-Krise treibt Energiepreise hoch – Ökonom warnt vor Inflation und Wachstumsrisiken

Ein führender Wirtschaftswissenschaftler hat gewarnt, dass die eskalierende Iran-Krise die Energiepreise in die Höhe treiben und der deutschen Wirtschaft schaden könnte. Jens Südekum, Berater von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil, sprach über die Risiken einer höheren Inflation und eines verlangsamten Wachstums. Gleichzeitig betonte er, dass die Regierung die Verbraucher nicht vollständig vor steigenden Preisen abschirmen könne.

Südekum verwies auf den jüngsten Anstieg der Spritpreise an deutschen Tankstellen um 20 Prozent. Das kürzlich beschlossene Entlastungspaket für Kraftstoffpreise bezeichnete er als angemessene Reaktion auf den deutlichen Preissprung. Zugleich machte er klar, dass der Staat nicht jeden finanziellen Schlag für die Haushalte abfedern könne.

Falls sich die Energiekrise weiter zuspitze, könnte Deutschland seinem zufolge dem Beispiel Luxemburgs folgen und staatlich regulierte Preiserhöhungen einführen. Konkrete weitere Maßnahmen wollte er jedoch nicht spekulativ benennen. Über den Kraftstoffsektor hinaus warnte Südekum, dass höhere Energiepreise letztlich auch die Lebensmittel teurer machen würden.

Die Äußerungen des Ökonomen unterstreichen die wirtschaftlichen Risiken, die mit der Iran-Krise verbunden sind. Angesichts steigender Energie- und Spritpreise geraten Verbraucher und Unternehmen zunehmend unter Druck. Die aktuellen Entlastungsmaßnahmen der Regierung zielen zwar darauf ab, die Belastung zu mildern – doch nur in begrenztem Umfang.

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