IHK Halle-Dessau fordert Reformen gegen wirtschaftliche Stagnation bis 2026
Moritz FischerIHK Halle-Dessau fordert Reformen gegen wirtschaftliche Stagnation bis 2026
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre Frühjahrsvollversammlung abgehalten, um drängende wirtschaftliche Fragen zu erörtern. Die Mitglieder verabschiedeten ein neues Positionspapier, das der Landesregierung Sachsen-Anhalts als Leitlinie für die Zeit bis zur Wahl 2026 dienen soll. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zudem die anhaltenden Herausforderungen durch wirtschaftliche Stagnation und der dringende Reformbedarf.
In seiner Rede bezeichnete IHK-Präsident Sascha Gläßer die Wirtschaft als in einer "anhaltenden Stagnation gefangen". Als Haupthemmnisse für Wachstum nannte er hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten, hohe Steuerlasten sowie übermäßige Bürokratie. Obwohl diese Probleme bekannt seien, hätten die Verantwortlichen in der Politik bisher keine spürbaren Entlastungen auf den Weg gebracht.
Auf der Versammlung wurden offiziell die "Politischen Forderungen der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026" verabschiedet. Das Dokument benennt zentrale Anforderungen in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik, Bildung, Innovation und Außenhandel. Zudem fordert es weniger Bürokratie, eine verbesserte Energiepolitik sowie den Ausbau der Infrastruktur.
Gläßer betonte, wie wichtig es sei, die wirtschaftspolitische Debatte vor der Landtagswahl 2026 mitzugestalten. Gleichzeitig stieß die regionale Kampagne der IHK, die das Vertrauen in Sachsen-Anhalt als Wirtschaftsstandort stärken soll, bei den Teilnehmenden auf positive Resonanz.
Die beschlossenen Forderungen dienen nun als Fahrplan für die Landesregierung. Unternehmen und Politiker müssen die Stagnation überwinden, indem sie die Energiekosten senken, die Bürokratie abbauen und die Arbeitskosten in den Griff bekommen. Parallel dazu wird die IHK ihre Kampagne fortsetzen und sich weiter für konkrete Reformen einsetzen.






