IG Metall fordert "Job-to-Job"-Netzwerk gegen Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt
Theo KönigIG Metall fordert "Job-to-Job"-Netzwerk gegen Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt
IG Metall drängt auf landesweites "Job-to-Job"-Netzwerk in Sachsen-Anhalt
Die Gewerkschaft warnt, dass die Entlassung von Fachkräften in die Arbeitslosigkeit jetzt später zu Engpässen führen könnte. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, Beschäftigte bereits vor Kündigungen in neue Positionen zu vermitteln.
Sachsen-Anhalt steht vor drängenden Herausforderungen durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und verschobene globale Handelsströme. Demografische Veränderungen belasten die Arbeitskräfte in der Region zusätzlich. IG Metall argumentiert, dass ein strukturiertes "Job-to-Job"-Netzwerk Arbeitnehmern den Übergang in neue Tätigkeiten erleichtern würde.
Das Netzwerk soll Branchen mit Personalüberschuss mit solchen verbinden, die dringend Fachkräfte suchen. Thorsten Gröger, Bezirksleiter von IG Metall, betonte, dass der Verlust von Know-how heute die Wirtschaft morgen schwächen werde. Er forderte ein System, das Karrierewege stabil hält und die regionale Industrie stärkt.
Bevor externe Wechsel anstehen, sollten Unternehmen zunächst interne Lösungen prüfen, um Fachkräfte zu halten. Die Gewerkschaft plant Gespräche mit der Landesregierung, Arbeitgeberverbänden und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Ziel ist ein dauerhaftes Netzwerk, das den industriellen Wandel sozialverträglich begleitet.
Ein solches System würde auch regionale Lieferketten sichern und die industrielle Basis widerstandsfähiger machen. Im Mittelpunkt steht die Vermeidung von Arbeitslosigkeit – nicht erst die Reaktion darauf. Das geplante Netzwerk soll es Beschäftigten ermöglichen, direkt und ohne Unterbrechung in neue Jobs zu wechseln, um Kompetenzen zu erhalten und die wirtschaftliche Stärke der Region zu bewahren. Die Gespräche mit den wichtigsten Akteuren sollen bald beginnen.






