Hulu feiert den 4/20 mit einer Cannabis-Doku-Anthologie voller Überraschungen
Moritz FischerHulu feiert den 4/20 mit einer Cannabis-Doku-Anthologie voller Überraschungen
Hulu bringt am 20. April eine neue Anthologie mit Cannabis-Dokumentationen heraus – ein Datum, das weltweit als inoffizieller "Feiertag" der Marihuana-Kultur gilt. Unter dem Titel "4x20: Quick Hits" beleuchtet die Serie Themen von der Filmproduktion bis zur Geschichte des Kultmagazins High Times. Während der Konsum von Cannabis in einigen US-Bundesstaaten legal ist, bleibt er auf Bundesebene verboten – die Dokumentationen erscheinen zu einer Zeit, in der das öffentliche Interesse am Thema stetig wächst.
Die Sammlung umfasst vier Kurzfilme, die jeweils unterschiedliche Facetten der Cannabis-Kultur erkunden. Einer begleitet handwerklich arbeitende Glasbläser bei der Herstellung von Pfeifen, ein anderer taucht in die Entstehung der Kultkomödie "Harold & Kumar – Zwei unschlagbare Chinesen" ein. Ein dritter Beitrag widmet sich dem Gemeinschaftsfilmemachen in Humboldt County, einer Region, die seit langem mit dem Marihuana-Anbau verbunden ist. Den Abschluss bildet "High Times", ein ernsterer Blick auf den Einfluss des legendären Magazins.
Der 20. April (4/20) gilt unter Cannabis-Enthusiasten als symbolträchtiges Datum. Dass Hulu, eine Tochter der Walt Disney Company, die Anthologie ausgerechnet an diesem Tag veröffentlicht, unterstreicht die kulturelle Bedeutung. Die Filme sind größtenteils unterhaltsam, doch "High Times" sticht durch seinen nachdenklichen Ton heraus.
Die Veröffentlichung fällt in eine Zeit, in der der Cannabis-Konsum in den USA zunimmt: 2022 gaben rund 60 Millionen Amerikaner an, Marihuana zu nutzen. Prominente wie Snoop Dogg – mittlerweile Olympia-Kommentator – oder Schauspieler Seth Rogen, Mitbesitzer der Cannabis-Marke Houseplant, haben dazu beigetragen, das Thema in den Mainstream zu tragen. Selbst Nischenprojekte wie die nun online verfügbare Langfassung von "Die Legende von Ganjasaurus Rex" zeigen, wie weit die Kultur mittlerweile reicht.
Die Dokumentationen bieten eine Mischung aus Humor, Geschichte und Backstage-Einblicken. Ihre Veröffentlichung auf Hulu könnte das Interesse an der Cannabis-Kultur weiter anheizen – samt ihrer rechtlichen Widersprüche und ihrer Rolle in der Unterhaltungsbranche. Angesichts der nach wie vor uneinheitlichen Gesetze in den USA erscheinen die Filme zu einem Zeitpunkt, an dem sich die gesellschaftliche Haltung weiter wandelt.






