18 April 2026, 22:14

Hitze im Bundestag: Merz' Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen entfachen Streit

Farbcodierte Europakarte, die den Gender Equality Index 2017 zeigt, mit einer Legende und erklärendem Text auf der linken Seite.

Hitze im Bundestag: Merz' Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen entfachen Streit

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz das Thema mit Migration in Verbindung gebracht hatte. Seine Äußerungen zogen scharfe Kritik des SPD-Fraktionsvorsitzenden Matthias Miersch nach sich.

Während der parlamentarischen Aussprache verurteilte Merz die zunehmende Gewalt gegen Frauen in Deutschland. Er argumentierte, ein erheblicher Teil dieser Straftaten werde von Migranten begangen. Seine Aussagen lösten umgehend Widerspruch bei Oppositionspolitikern aus.

Matthias Miersch, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, bezeichnete die Stellungnahme des Kanzlers als unangemessen. Er betonte, Gewalt gegen Frauen sei ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht an eine bestimmte Nationalität oder Religion gebunden. Miersch forderte, alle Opfer unabhängig von der Herkunft der Täter zu schützen.

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Der SPD-Politiker warnte zudem davor, die Debatte auf eine Gruppe zu verengen. Stattdessen plädierte er für eine umfassendere Auseinandersetzung mit dem Thema, um Lösungen zu finden, die Gewalt in all ihren Formen bekämpfen.

Merz hatte die Sitzung mit dem Hinweis auf den besorgniserregenden Anstieg von Angriffen – sowohl im realen Leben als auch im Netz – eröffnet. Sein Fokus auf Täter mit Migrationshintergrund entwickelte sich jedoch zum zentralen Streitpunkt der Debatte.

Miersch wiederholte, dass Gewalttäter aus allen Bevölkerungsschichten kämen. Eine Reduzierung des Problems auf Migranten berge die Gefahr, die größere Krise der geschlechtsspezifischen Gewalt in der Gesellschaft zu überdecken.

Der Konflikt im Bundestag offenbarten tiefe Gräben darüber, wie Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen ist. Während Merz die Rolle der Migration betonte, setzte sich Miersch für einen ganzheitlicheren Ansatz ein. Die Debatte endete ohne Ergebnis und ließ die Frage für weitere politische Auseinandersetzungen offen.

Quelle