Hannovers Hauptbahnhof wartet vergeblich auf dringende Bundesförderung für Ausbau
Moritz PetersHannovers Hauptbahnhof wartet vergeblich auf dringende Bundesförderung für Ausbau
Pläne zum Ausbau des Hannover Hauptbahnhofes stocken wegen fehlender Bundesmittel
Der Hauptbahnhof Hannover, ein zentraler Knotenpunkt in Norddeutschland mit über 260.000 Reisenden und rund 750 Zügen täglich, kann vorerst nicht erweitert werden – Grund sind ausbleibende Fördergelder des Bundes. Eine Verkehrsexpertin der Grünen wirft der Regierung nun vor, dringend notwendige Modernisierungen zu verzögern.
Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Swantje Michaelsen, bezeichnete die fehlenden Mittel als „Skandal“. Sie betonte, dass zwei zusätzliche Gleise unverzichtbar seien, um die Überlastung des stark frequentierten Bahnhofs zu entschärfen. Aus ihrem Büro hieß es, dass im aktuellen Planungszeitraum kein Bundesbahnprojekt – einschließlich des Hannover-Ausbaus – vorankomme.
Auch das Bündnis Allianz pro Schiene kritisierte die Verzögerungen scharf. Die Organisation argumentierte, es sei unverständlich, warum die Bundesregierung solche entscheidenden Bahnprojekte aufschiebe. Unterdessen verhandelt das Bundesverkehrsministerium im aktuellen Haushaltsstreit über zusätzliche Mittel für neue und bestehende Vorhaben.
Ohne Finanzierung bleiben die geplanten Zusatzgleise und ein neuer Bahnsteig vorerst blockiert. Damit drohen weitere Verzögerungen oder sogar das Aus für zentrale Maßnahmen am Bahnhof. Die Zukunft des Hannoveraner Hauptbahnhofs ist ungewiss – die fehlenden Gelder gefährden zwei neue Gleise und einen Bahnsteig, die dringend benötigt werden, um Engpässe abzubauen. Die Folgen der Verzögerung betreffen nicht nur den Regionalverkehr, sondern auch den Fernverkehr in ganz Norddeutschland.






