17 April 2026, 20:14

Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt ächzen unter Energiekosten und Lieferengpässen

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanische Institution, zum Vorteil von Meistern, Gesellen und Lehrlingen", wahrscheinlich ein Vorschlag für die Gründung einer mechanischen Institution.

Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt ächzen unter Energiekosten und Lieferengpässen

Handwerksbetriebe im Kreis Steinfurt kämpfen mit steigenden Energiekosten und Lieferkettenproblemen

Die Handwerksunternehmen im Kreis Steinfurt sehen sich zunehmend mit Herausforderungen durch explodierende Energiekosten und anhaltende Störungen in den Lieferketten konfrontiert. Diese Belastungen standen im Mittelpunkt der jüngsten Jahresversammlung zwischen dem Kreis Steinfurt, der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und Vertretern der Kommunalpolitik. Gleichzeitig wurden neue Chancen durch die anstehenden Änderungen im Vergaberecht sowie die Bedeutung der beruflichen Ausbildung für junge Fachkräfte thematisiert.

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Die diesjährige Zusammenkunft fand unter der Leitung von Landrat Dr. Martin Sommer statt, der die Führungskräfte der Handwerkerschaft sowie weitere Vertreter begrüßte. Die offene Kommunikation und der direkte Austausch wurden als zentrale Stärken der Zusammenarbeit zwischen Kreis und Handwerk gewürdigt. Beide Seiten betonten zum Abschluss der Veranstaltung erneut ihr Bekenntnis zu einer vertrauensvollen Partnerschaft.

Energiekosten und Schwarzarbeit belasten die Branche Die anhaltend hohen Energiekosten, die auch mit den Konflikten im Iran in Verbindung stehen, treiben die Betriebskosten vieler Handwerksbetriebe in die Höhe. Hinzu kommen die anhaltenden Lieferengpässe, die es Unternehmen erschweren, ihre Arbeitsabläufe stabil zu halten. Ein weiteres drängendes Problem ist die Schwarzarbeit, die Sozialversicherungsträgern und dem Staat Milliardenkosten verursacht und gleichzeitig legale Arbeitsplätze gefährdet.

Neues Vergaberecht soll Bürokratie abbauen Ab dem 1. Januar 2026 treten in Nordrhein-Westfalen neue Vergaberichtlinien in Kraft, die mehr Flexibilität bei der Vergabe öffentlicher Aufträge vorsehen und bürokratische Hürden verringern sollen. Die Handwerkerschaft forderte in der Diskussion, dass auch künftig kleinere Lose bevorzugt werden sollten, um lokalen Betrieben faire Wettbewerbschancen zu ermöglichen. Zudem bieten die Kreishandwerkerschaft und die WESt (Wirtschafts- und Strukturentwicklung Steinfurt) Beratungsleistungen für Betriebsübergaben und -übernahmen an, um die Kontinuität in der Branche zu sichern.

Duale Ausbildung als Schlüssel für Fachkräftenachwuchs Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der dualen Berufsausbildung, die als zentraler Baustein für den Einstieg junger Menschen in stabile Berufslaufbahnen gilt. Das System bietet klare Aufstiegsperspektiven und sorgt dafür, dass qualifizierte Fachkräfte in der Region weiterhin stark nachgefragt werden.

Zusammenarbeit bleibt entscheidend für die Zukunft des Handwerks Die Teilnehmer der Versammlung unterstrichen die Notwendigkeit einer fortgesetzten engen Zusammenarbeit zwischen Kreis und Handwerkerschaft, um den wirtschaftlichen Druck und die Probleme durch Schwarzarbeit zu bewältigen. Die neuen Vergaberegeln bringen zwar Veränderungen mit sich, doch durch die Bevorzugung kleinerer Lose sollen lokale Handwerksbetriebe wettbewerbsfähig bleiben. Die Förderung der beruflichen Ausbildung und die Unterstützung bei Betriebsübergaben bleiben zentrale Prioritäten, um die Zukunft der Branche zu sichern.

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