24 May 2026, 20:18

Grüne Sprecherin Badum zerpflückt Heizungsgesetz als "Chaos ohne klare Strategie"

Grüne fordern Stopp des neuen Heizungsgesetzes

Grüne Sprecherin Badum zerpflückt Heizungsgesetz als "Chaos ohne klare Strategie"

Die neue Heizungsgesetzgebung der Bundesregierung steht in scharfer Kritik – vor allem von Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen. Sie bezeichnete den Gesetzentwurf als ein „Chaos-Gesetz“ ohne klare Strategie, um die Ziele für grünes Gas zu erreichen.

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In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland griff Badum die Pläne an und nannte sie eine „Biogas-Treppe ins Nichts“. Ihre Kritik: Die Regelung belaste Mieterinnen und Mieter finanziell stark, während sie vor allem der Erdgaslobby nütze.

Der vom Kabinett verabschiedete Entwurf sieht ab 2029 einen schrittweisen „Ausbau biobasierter Brennstoffe“ vor. Bis 2040 soll der Anteil klimafreundlicher Heizstoffe schrittweise steigen. Doch auf eine parlamentarische Anfrage Badums hin räumte die Regierung ein, weder den künftigen Bedarf noch die Versorgungssicherheit dieser Biobrennstoffe abschätzen zu können.

Auch die Branchenverbände BDEW und VKU melden Bedenken an. Sie forderten die Regierung auf, darzulegen, wie viel Biomasse-Potenzial tatsächlich verfügbar ist und wie die Lieferketten ausgebaut werden sollen. Badum wirft den Ministern vor, ein schlecht durchdachtes Gesetz durchzudrücken, ohne diese zentralen Fragen zu klären.

Nun gerät die Regierung unter Druck, zu erklären, wie das Heizungsgesetz in der Praxis funktionieren soll. Ohne verlässliche Daten zur Verfügbarkeit von Biobrennstoffen warnen Kritiker, die Reform könnte Haushalte mit höheren Kosten und offenen Fragen zurücklassen. Die Debatte über die Umsetzung wird voraussichtlich weitergehen.

Quelle