Grüne lehnen Bas' Steuerreform ab: "Unklar und unverantwortlich"
Die Grünen haben sich gegen die jüngsten Vorschläge zur Steuerreform von SPD-Chefin Bärbel Bas ausgesprochen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Andreas Audretsch, kritisierte den Ansatz der Regierung als unklar und finanziell unverantwortlich.
Bärbel Bas hatte ihre Pläne zur Steuerreform erstmals in der TV-Sendung Miosga vorgestellt. Sie schlug vor, dass Steuerzahler:innen jährlich eine Entlastung von mindestens 500 Euro erhalten sollten.
Audretsch warf der Regierung daraufhin vor, Steuersenkungen in Milliardenhöhe zu versprechen, ohne zu erklären, wie diese finanziert werden sollen. Er betonte, dass das Fehlen eines klaren Konzepts für Verwirrung sorge – niemand verstehe, was die Regierung tatsächlich vorhabe.
Zudem wies Audretsch auf Kürzungen bei Leistungen für einkommensschwache Personen und Familien hin. Er forderte strukturelle Reformen, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen, darunter niedrigere Steuern für Gering- und Mittelverdiener:innen sowie sinkere Sozialabgaben. Die Superreichen, so Audretsch, müssten stärker zur Finanzierung dieser Maßnahmen beitragen.
Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, wie Steuersenkungen finanziert werden können, ohne benachteiligte Gruppen zu belasten. Audretschs Vorschläge zielen auf umfassende strukturelle Reformen und eine gerechtere Beteiligung der Vermögendsten ab. Die Debatte über die Steuerpolitik wird voraussichtlich anhalten, da beide Seiten ihre Vorstellungen vehement vertreten.






