25 May 2026, 02:13

Geburtenrate auf Rekordtief: Streit um Elterngeld-Kürzungen spaltet die Politik

Ehemalige Familienministerin Giffey warnt vor Kürzungen bei Elterngeld

Geburtenrate auf Rekordtief: Streit um Elterngeld-Kürzungen spaltet die Politik

Deutschlands Geburtenrate erreicht Tiefstand seit 1946 – Streit um Kürzungen beim Elterngeld entbrennt

Die Geburtenrate in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken und hat eine neue Debatte über die Familienpolitik ausgelöst. Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich nun gegen geplante Kürzungen beim Elterngeld ausgesprochen und warnt vor weitreichenden Folgen für berufstätige Eltern.

Laut Berichten steht die amtierende Familienministerin Karin Prien (CDU) unter Druck, den Etat ihres Ressorts um rund 350 Millionen Euro zu kürzen. Die geplanten Einsparungen könnten direkt das Elterngeld treffen – ein Vorhaben, das auf scharfe Kritik stößt.

Giffey betonte, dass diese Leistungen eine zentrale Rolle dabei spielten, Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung zu ermöglichen. Gut finanzierter Elternurlaub verringere berufliche Auszeiten, erleichtere den Wiedereinstieg in den Job und fördere eine gerechtere Aufteilung der Betreuungsaufgaben zwischen den Partnern.

Die Kritik kommt nicht nur aus der Politik. Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie (ZFF), bezeichnete bereits die Diskussion über Kürzungen als ein „verheerendes Signal“ für Familien, die ohnehin unter finanzieller Belastung leiden. Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, lehnte die Pläne ab und verstärkte damit den wachsenden Widerstand.

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Giffey ging noch einen Schritt weiter und forderte Reformen, um das Elterngeld gerechter zu gestalten. Sie ist überzeugt, dass eine Anpassung des Systems mehr Väter dazu bewegen würde, Elternzeit zu nehmen – und so die Last von Müttern nehmen sowie die Gleichberechtigung in der Arbeitswelt vorantreiben würde.

Obwohl die Kürzungen noch nicht bestätigt sind, hat die Debatte die Spannungen in der Familienpolitik eines Landes offenbart, das mit einer schrumpfenden Bevölkerung kämpft. Jede Reduzierung der Elterngeld-Förderung würde voraussichtlich Tausende Haushalte treffen und langfristig beeinflussen, wie Eltern Beruf und Kinderbetreuung miteinander vereinbaren.

Quelle