Freiburg baut Schutzzaun um zentrale Synagoge nach jahrelangen Forderungen
Moritz PetersFreiburg baut Schutzzaun um zentrale Synagoge nach jahrelangen Forderungen
Freiburg lässt Schutzzaun um die zentrale Synagoge errichten
Die Stadt Freiburg wird einen Schutzzaun um ihre zentrale Synagoge bauen. Die Entscheidung folgt auf jahrelange Forderungen der Jüdischen Gemeinde und soll die Sicherheit am Standort verbessern. Oberbürgermeister Martin Horn bezeichnete den Schritt als unverzichtbar, um das jüdische Leben in der Stadt zu schützen.
Die neue Absperrung wird etwa 1,75 Meter hoch sein und ein transparentes Design aufweisen. Ein torförmiger Eingang in Form eines Chanukka-Leuchters wird den Zugang markieren, während der bestehende Brunnen unverändert bleibt. Nach Angaben der Behörden wird der Zaun nicht nur Gläubige und das Gebäude selbst besser schützen, sondern auch einen würdevolleren Raum für Gedenkveranstaltungen ermöglichen.
Das Projekt berücksichtigt zudem Spannungen im Zusammenhang mit einer nahegelegenen Obdachlosenunterkunft. Nach umfangreichen Abstimmungen einigten sich die Stadt und jüdische Vertreter auf den Plan, der von der Jüdischen Gemeinde ausdrücklich begrüßt wurde. Die Umsetzung und Bauleitung übernimmt der Caritasverband Freiburg.
Die Finanzierung des 120.000 Euro teuren Vorhabens tragen die Stadt und der Zentralrat der Juden in Deutschland gemeinsam. Der Zentralrat stellt 27.500 Euro bereit, den Rest übernimmt Freiburg. Die Arbeiten am Zaun erfolgen unter Aufsicht des Caritasverbands. Nach Fertigstellung soll die Absperrung der Synagoge und ihren Besuchern zusätzlichen Schutz bieten. Die Stadt betonte, der Schutz jüdischer Einrichtungen habe höchste Priorität.






