07 May 2026, 20:19

Forschung zu Menstruationszyklus: Wie Hormone die Leistung von Spitzensportlerinnen prägen

Titelbild des Buches "Neue Studien im Leichtathletik September 1987" mit zwei Personen auf dem Cover.

Forschung zu Menstruationszyklus: Wie Hormone die Leistung von Spitzensportlerinnen prägen

Neues Forschungsprojekt untersucht Einfluss des Menstruationszyklus auf Spitzensportlerinnen

Das Konsortium „Athletin-D“, geleitet von der Universität Freiburg, erforscht, wie hormonelle Schwankungen die Leistung und Regeneration von weiblichen Spitzensportlerinnen beeinflussen. Die Studie soll Lücken in der geschlechtsspezifischen Sportwissenschaft schließen und praktische Anwendungen für Training und Gesundheit entwickeln.

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An dem Projekt sind Expertinnen und Experten der Universitäten Bochum und Wuppertal sowie der Technischen Universität München beteiligt. Gemeinsam mit Athletinnen, Trainer:innen und Spitzenverbänden werden sie realitätsnahe Daten erheben. Die Initiative wird über vier Jahre mit rund 1,6 Millionen Euro vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördert.

Am Standort Freiburg konzentriert sich das Team um Jana Strahler auf die Zusammenhänge zwischen Hormonen, Stress, Lebensstil und psychischer Gesundheit. Die Forscher:innen analysieren, wie diese Faktoren die sportliche Leistung und Erholung von Frauen prägen. Auf dieser Grundlage soll ein digitales System für individualisiertes Training und Gesundheitsmanagement entstehen.

Langfristig zielt das Projekt darauf ab, Trainingsmethoden zu entwickeln, die geschlechtsspezifische Unterschiede berücksichtigen. Durch ein besseres Verständnis des Menstruationszyklus sollen sowohl die Leistung als auch das langfristige Wohlbefinden von Sportlerinnen verbessert werden.

Die Studie läuft bis 2028; die Ergebnisse könnten Trainingspraktiken und die medizinische Betreuung von Athletinnen maßgeblich beeinflussen. Ein auf der Forschung basierendes Digitaltool soll individuelle Empfehlungen für Training und Regeneration liefern. Das Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt hin zu evidenzbasierten, geschlechtersensiblen Ansätzen im Spitzensport.

Quelle