31 May 2026, 22:14

FDP wählt Kubicki zum neuen Chef – doch die Spannungen bleiben

Neuer FDP-Generalsekretär sieht gute Chancen für Comeback

FDP wählt Kubicki zum neuen Chef – doch die Spannungen bleiben

Die FDP hat am Sonntagabend ihren Bundesparteitag in Berlin beendet. Die Delegierten wählten eine neue Führung und legten die Schwerpunkte für die anstehenden Landtagswahlen fest. Zudem verabschiedete die Partei einen zentralen Antrag zur Belebung der deutschen Wirtschaft.

Wolfgang Kubicki wurde mit 59 Prozent der Stimmen zum neuen FDP-Vorsitzenden gewählt. Seine Kontrahentin Marie-Agnes Strack-Zimmermann blieb deutlich zurück – ein Zeichen für die inneren Spannungen der Partei. Das knappe Ergebnis spiegelte die anhaltenden Konflikte wider.

Martin Hagen übernahm mit derselben Unterstützung von 59 Prozent in einer kampflosen Wahl das Amt des Generalsekretärs. In seiner Abschlussrede zeigte er sich zuversichtlich und betonte, die FDP werde bald wieder in den Umfragen zulegen. Aktuell liegt die Partei unter der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament, doch aktuelle Daten zeigen einen Anstieg der Zustimmung von 16 auf 22 Prozent innerhalb von zwei Monaten.

Die Delegierten billigten den Leitantrag „Deutschland neu starten: Ein mutiger Neuanfang für eine erfolgreiche Nation“ ohne größere Debatte. Andere vorgeschlagene Änderungen wurden zur weiteren Prüfung an Ausschüsse verwiesen. Hagen kündigte zudem an, den Wahlkampfschwerpunkt auf Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zu legen.

Der Parteitag endete mit einer Mischung aus neuem Führungspersonal und ungelösten Gräben. Nun richtet die FDP ihren Blick auf die Regionalwahlen und will ihre Position stärken. Funktionäre signalisierten, vor den entscheidenden Landtagswahlen das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.

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