06 May 2026, 16:15

Familienunternehmen werfen der Regierung Versagen in der Wirtschaftspolitik vor

Offenes Buch mit handschriftlicher genealogischer Familienbaum-Darstellung einer deutschen Familie mit detaillierten Abstammungsinformationen.

Familienunternehmen werfen der Regierung Versagen in der Wirtschaftspolitik vor

Ein Jahr nach Amtsantritt der schwarz-roten Koalition hat die Stiftung Familienunternehmen und Politik die Bundesregierung scharf kritisiert. Die Organisation, die über 600 mittelgroße und große Familienbetriebe vertritt, wirft der Regierung vor, mit ihrer Wirtschaftspolitik die Unternehmen im Stich zu lassen. Vorstandsmitglied Rainer Kirchdörfer warnte, das exportabhängige deutsche Modell stehe ernsthaft auf dem Spiel.

Familienunternehmen hatten zunächst große Hoffnungen in die Koalition gesetzt. Doch diese Erwartungen seien enttäuscht worden, so die Stiftung. Viele Betriebe sähen sich nun gezwungen, Gewinne ins Ausland zu verlagern, da es im Inland kaum noch Investitionsmöglichkeiten gebe.

Kirchdörfer beschrieb die deutsche Wirtschaft als einen „stillen, schleichenden Aderlass“. Schuld daran seien überbordende Bürokratie und fehlende Ausgabensenkungen, die das Wachstum abwürgten. Die Weigerung der Regierung, Vorschriften zu vereinfachen, belaste die Unternehmen zusätzlich, betonte er.

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Neben den innerdeutschen Problemen verwies Kirchdörfer auf globale Herausforderungen: Die USA untergrüben mit ihrer Politik die Planbarkeit im Welthandel, behauptete er. Gleichzeitig kämpften europäische Regierungen mit selbstgemachter Überregulierung.

Die Stiftung forderte dringend eine Kurskorrektur. Ohne vernünftige Reformen würden sowohl die nächste Generation als auch die Wirtschaft leiden. Kirchdörfer machte klar: Scheitern sei für die aktuelle Regierung keine Option.

Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Familienunternehmen Reformen einfordern, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern. Bleibt alles beim Alten, könnten weitere Betriebe ihre Aktivitäten ins Ausland verlagern. Die Warnungen der Stiftung spiegeln die wachsende Unzufriedenheit mit der Wirtschaftspolitik der Koalition wider.

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