16 March 2026, 10:15

Falsche Kanzlei betrugsrecht.de betrügt Opfer von Finanzbetrug erneut

Ein Plakat mit Text und einem Logo, das 'Wenn Unternehmen versteckte Müllgebühren in Familienrechnungen unterbringen, können sie Hunderte von Dollar pro Monat aus ihren Taschen ziehen.'

Falsche Kanzlei betrugsrecht.de betrügt Opfer von Finanzbetrug erneut

Betrügerische Kanzlei betrugsrecht.de lockt Opfer von Finanzbetrug in die Falle

Eine gefälschte Rechtsanwaltskanzlei mit dem Namen betrugsrecht.de zielt auf Geschädigte von Finanzbetrug ab und lockt sie mit falschen Versprechungen, verlorenes Geld zurückzuholen. Die Betrüger nutzen die Verzweiflung der Opfer aus, indem sie vorgeben, bei Krypto-, Liebes- und Anlagebetrug zu helfen – doch das gesamte Angebot ist eine Falle, um noch mehr Geld zu ergattern.

Die Website betrugsrecht.de gibt sich als spezialisierte Kanzlei für die Rückholung von Betrugsgeldern aus. Sie wirbt mit Dienstleistungen für Anlagebetrug, Krypto-Scams, Liebesbetrug, Bankbetrug, Online-Shopping-Betrug und Unternehmensbetrug. Untersuchungen zeigen jedoch: Die Kanzlei existiert nicht.

Die Fotos der angeblichen Mitarbeiter sind KI-generiert, und der vermeintliche Gründer, Dr. Thomas Weber, ist in Deutschland nicht als Rechtsanwalt registriert. Die angegebene Adresse beherbergt zwar mehrere Unternehmen, doch keines davon trägt den Namen betrugsrecht.de. Die Domain wurde erst am 24. Dezember 2025 verlängert – die Besitzerdaten sind dabei vor der Öffentlichkeit verborgen.

Opfer werden angewiesen, ein Krypto-Konto bei Kraken zu eröffnen und mindestens 0,1 Bitcoin (etwa 6.000 Euro) einzuzahlen, um ein sogenanntes Rückbuchungsverfahren zu starten. Sobald das Geld überwiesen ist, verlangen die Betrüger zusätzliche Gebühren oder Steuern und treiben die Verluste weiter in die Höhe. Die versprochene Rückerstattung bleibt aus – die gesamte Geschichte ist erfunden.

Die Wiederbeschaffung gestohlener Gelder im Krypto-Bereich ist ohnehin schwierig, da rechtliche und technische Hürden bestehen. Behörden betonen, dass Schnelligkeit entscheidend ist: Geschädigte sollten umgehend Anzeige erstatten, alle Beweise sichern und jeden Kontakt zu den Betrügern abbrechen. Deutsche Aufsichtsbehörden wie die BaFin veröffentlichen keine detaillierten Statistiken zu Rückerstattungsbetrug im Krypto-Bereich, was die Einschätzung des gesamten Ausmaßes erschwert.

Der betrugsrecht.de-Schwindel nutzt gezielt Menschen aus, die bereits Opfer von Betrug geworden sind, und entlockt ihnen mit gefälschten juristischen Versprechungen weiteres Geld. Da hinter der Masche keine echte Kanzlei steht, drohen den Geschädigten zusätzliche finanzielle Verluste. Die Behörden raten zu größter Vorsicht und fordern zur sofortigen Anzeige auf, um eine weitere Ausbeutung zu verhindern.

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