20 April 2026, 12:16

"Druckfrisch"-Debatte: Sexismus-Vorwürfe gegen Denis Scheck erschüttern ARD-Literatursendung

Eine Schwarz-Weiß-Illustration eines alten Buchumschlags mit einem sitzenden Mann in einem Anzug mit ernster Miene und einer stehenden Frau, die wegschaut, betitelt mit "Die Macht der öffentlichen Meinung".

"Druckfrisch"-Debatte: Sexismus-Vorwürfe gegen Denis Scheck erschüttern ARD-Literatursendung

Die langjährige Literatursendung Druckfrisch des ARD steht wegen Vorwürfen des Sexismus in ihren Buchkritiken in der Kritik. Im Mittelpunkt der Debatte steht Moderator Denis Scheck, dessen scharfe Urteile von mehreren Autorinnen als diskriminierend angeprangert wurden. Der Sender verteidigte die Sendung nun und betonte, dass das Geschlecht bei den Bewertungen keine Rolle spiele.

Auslöser der Kontroverse war der Vorwurf der Autorin Sophie Passmann, Scheck habe sie in seiner Rezension ihres Werks sexistisch behandelt. Seine Methode, missliebige Bücher über eine Rutsche in den Mülleimer zu befördern, verschärfte die Kritik zusätzlich. Später äußerte sich auch Ildikó von Kürthy in einem öffentlichen Essay über seine abwertende Haltung gegenüber ihrem Schaffen, während Elke Heidenreich sowohl Schecks Vorgehen als auch die Art und Weise, wie der ARD mit der Sendung umgehe, verurteilte.

Der Sender überprüfte intern die jüngste Folge und kam zu dem Ergebnis, dass Scheck mehr Bücher von Autorinnen gelobt als kritisiert habe. Man betonte, dass in Druckfrisch kein Platz für Frauenfeindlichkeit sei, und versicherte, dass die Bewertungen ausschließlich auf literarischer Qualität basierten. Scheck selbst beharrte darauf, dass sich seine Kritik stets auf die Werke beziehe – nicht auf die Autor:innen oder deren Leser:innen.

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Die Auseinandersetzung zeigt die Spannungen zwischen scharfer Literaturkritik und dem Vorwurf der Voreingenommenheit. Der ARD wiederholte seine Position, dass das Geschlecht bei den Buchbewertungen in Druckfrisch keine Rolle spiele. Die Sendung bleibt weiterhin auf Sendung, und der Rundfunksender steht weiterhin hinter seinem Bewertungsverfahren.

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