16 March 2026, 18:23

Die Linke verfehlt Landtagseinzug, feiert aber Erfolge in Städten und bei jungen Wählern

Eine 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die politische Grenzen zeigt, mit beschreibendem Text oben und unten.

Die Linke verfehlt Landtagseinzug, feiert aber Erfolge in Städten und bei jungen Wählern

Die Linke erreichte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 4,4 Prozent der Stimmen und verblieb damit unter der angestrebten Marke von sechs bis sieben Prozent. Obwohl der Einzug in den Landtag verpasst wurde, feierte die Partei Zugewinne in städtischen Gebieten und bei jüngeren Wählerinnen und Wählern.

Parteichefin Ines Schwerdtner bezeichnete das Ergebnis als historischen Erfolg und verwies auf starke Ergebnisse in Städten wie Freiburg, Tübingen, Heidelberg und Karlsruhe.

Ursprünglich hatte die Linke gehofft, in den Landtag einzuziehen und dort ein Gesetz für höhere Löhne im öffentlichen Dienst voranzutreiben. Mit 4,4 Prozent verfehlte sie jedoch die Fünf-Prozent-Hürde und bleibt damit außerhalb des Parlaments. Dennoch schnitt die Partei in den Großstädten besser ab als im Landesdurchschnitt – hier erwies sich ihre Unterstützung als stabil.

Bei den Kommunalwahlen in Bayern verzeichnete die Linke einen deutlichen Stimmenzuwachs: Die Zahl der Wählerstimmen stieg von etwa 87.000 auf rund 213.000. Die Partei ist nun in 66 der 71 Landkreistage vertreten und hatte über 4.000 Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt. Bei den 16- bis 24-Jährigen in Baden-Württemberg holte sie 13 Prozent der Stimmen – ein Zeichen für wachsende Zustimmung in der jungen Wählergruppe.

Auch die Mitgliederzahlen in Baden-Württemberg stiegen stark an: von 4.400 Ende 2024 auf heute über 10.000. Schwerdtner räumte ein, dass die Partei ihre Basis auf dem Land stärken müsse, warnte jedoch, dass sie ohne diese Unterstützung künftig Wähler an Konkurrenten verlieren könnte.

Künftig will die Linke ihren urbanen Aufschwung nutzen und gleichzeitig die Verankerung in ländlichen Regionen vertiefen. Ziel ist es, das gestiegene Engagement der Jugend in dauerhaften politischen Einfluss umzuwandeln.

Die Bilanz der Partei fällt gemischt aus: Während sie in Städten und bei jungen Menschen stark punkten konnte, reichte die landesweite Unterstützung nicht für den Einzug ins Parlament. Mit wachsenden Mitgliederzahlen und Kommunalerfolgen in Bayern konzentriert sich die Linke nun darauf, über die urbanen Hochburgen hinaus zu wachsen.

Die nächsten Schritte zielen darauf ab, Wähler auf dem Land zu gewinnen und die Fortschritte bei der jungen Wählergruppe zu festigen.

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