Daimler feiert Rekordquartal – doch Kartellverdacht wirft Schatten auf den Erfolg
Moritz PetersDaimler feiert Rekordquartal – doch Kartellverdacht wirft Schatten auf den Erfolg
Daimler meldet starkes zweites Quartal mit Rekordumsätzen und steigenden Gewinnen – doch Kartellvorwürfe trüben die Erfolgsbilanz
Daimler hat ein überaus erfolgreiches zweites Quartal mit Rekordverkäufen und wachsenden Gewinnen verzeichnet. Die Marke Mercedes-Benz erreichte dabei die besten Quartalszahlen ihrer Geschichte. Doch der Automobilkonzern sieht sich nun mit Vorwürfen wegen mutmaßlicher Kartellabsprachen in der Branche konfrontiert.
Zwischen April und Juni stieg der Nettogewinn von Daimler auf rund 2,51 Milliarden Euro – ein Plus gegenüber 2,45 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz legte um sieben Prozent auf etwa 41,2 Milliarden Euro zu. Die Sparte Mercedes-Benz Cars lieferte weltweit 595.200 Fahrzeuge aus, was einem Wachstum von neun Prozent entspricht und einen neuen Quartalsrekord bedeutet.
Sowohl Mercedes-Benz als auch die Kleinwagenmarke smart verzeichneten in Schlüsselmärkten wie Europa und China historische Abschatzhöchststände. Zudem kündigte das Unternehmen an, seinen Pickup X-Class im November auf den Markt zu bringen. Trotz dieser Erfolge ging Daimler in seinem Quartalsbericht nicht auf die jüngsten Kartellvorwürfe ein.
Die Behörden prüfen derzeit, ob regelmäßige Treffen zwischen den großen Automobilherstellern zu unzulässigen Preisabsprachen geführt haben. Als Reaktion darauf berief Hans Dieter Pötsch, Aufsichtsratsvorsitzender von Volkswagen, eine Krisensitzung ein, um die Vorwürfe zu erörtern. Auch der Aufsichtsrat von Daimler kommt zu ähnlichen Beratungen zusammen.
Die Ermittlungen zu möglichen wettbewerbswidrigen Absprachen laufen weiter, während die Aufsichtsbehörden die Branchenkoordination unter die Lupe nehmen. Zwar zeigen Daimlers Finanzzahlen ein kräftiges Wachstum, doch die laufenden Untersuchungen könnten die zukünftigen Geschäfte des Konzerns belasten. Zu den Vorwürfen hat sich das Unternehmen bisher nicht direkt geäußert.






