CSU-Politikerin Bäder lehnt BAföG-Reform ab: "Studierende sind privilegiert"
Moritz FischerCSU-Politikerin Bäder lehnt BAföG-Reform ab: "Studierende sind privilegiert"
Dorothee Bäder, eine führende CSU-Politikerin, hat sich in einem aktuellen Interview gegen die geplante BAföG-Reform ausgesprochen. Die geplante Erhöhung des Wohnkostenzuschusses für Studierende von 380 auf 440 Euro findet in der Regierungskoalition inzwischen keine Unterstützung mehr. Bäder, die selbst Politikwissenschaft studiert hat, äußerte sich zu Fragen der Studienfinanzierung und ihrem eigenen akademischen Werdegang.
Geboren 1978, trat Bäder bereits mit 15 Jahren der CSU bei. Mit 23 Jahren zog sie in den Parteivorstand ein, nur ein Jahr später wurde sie eine der jüngsten Bundestagsabgeordneten Deutschlands.
Sie studierte Politikwissenschaft in München und erhielt ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung. Nach einem Wechsel an die Freie Universität Berlin schloss sie 2006 ihr Studium mit dem Diplom und der Note 1,5 ab – in Deutschland vergleichbar mit einer Eins. Ihre Diplomarbeit ist jedoch weder in der Bibliothek des Otto-Suhr-Instituts noch im Archiv der Hanns-Seidel-Stiftung mehr auffindbar.
In ihrem Interview Ende Mai wies Bäder Bedenken zur Studienfinanzierung zurück. Studierende seien „sehr privilegiert“, so ihre Argumentation, und eine Nebentätigkeit neben dem Studium sei „keine Tragödie“.
Die BAföG-Reform, die eine höhere Wohnkostenunterstützung für Studierende vorsah, scheint nun gescheitert. Bäders Äußerungen spiegeln ihre langjährige politische Haltung zur Bildungsfinanzierung wider. Ihr eigener schneller Aufstieg in der CSU begann bereits während ihres Studiums.






