Chaos beim "Revolutionären 1. Mai": Tausende blockieren Kreuzbergs Straßen
Moritz FischerChaos beim "Revolutionären 1. Mai": Tausende blockieren Kreuzbergs Straßen
Tausende feiern Maifeiertag in Berlin – „Revolutionärer 1. Mai“ in Kreuzberg stockt
In Berlin versammelten sich am 1. Mai fast 50.000 Menschen zu den traditionellen Maifeierlichkeiten. Die jährliche Kundgebung unter dem Motto „Revolutionärer 1. Mai“ geriet jedoch ins Stocken, als Tausende Feiernde die Straßen in Kreuzberg füllten. Trotz des großen Andrangs meldeten die Behörden bis zum frühen Abend keine größeren Zwischenfälle.
Von Beginn an hatte der Demonstrationszug Schwierigkeiten, voranzukommen. Während die Spitze des Marsches bereits Neukölln erreichte, steckte das Ende noch auf der Oranienstraße in Kreuzberg fest. Es bildeten sich große Lücken zwischen den einzelnen Abschnitten, sodass sich die Prozession in mehrere Fragmente auflöste. Die Kommunistische Liga bestätigte auf X, dass ihre Gruppe erst die Glogauer Straße erreicht habe – andere Blöcke kämen aufgrund der überfüllten Straßen kaum voran.
Zahlreiche Straßen in Kreuzberg wurden für den Verkehr gesperrt, und mehrere U-Bahn-Stationen wurden umfahren, um die Menschenmassen zu steuern. Die Polizei beobachtete die Lage, griff aber zunächst nicht ein. Gegen Abend sperrten Beamte den Zugang zum Görlitzer Park, ob die Demonstranten ihr geplantes Ziel, den Südstern, erreichen würden, blieb jedoch unklar.
Innensenatorin Iris Spranger (SPD) beschrieb die Situation als chaotisch – Teilnehmer hätten bis zu 30 Minuten auf einen Vorwärtsgang warten müssen. Trotz der logistischen Herausforderungen betonte sie, dass die Stimmung bisher friedlich geblieben sei.
Der Demonstrationszug setzte sich in unkoordinierter Form fort, während Feiernde und Marschierende sich die Straßen Kreuzbergs teilten. Die Polizei blieb mit starkem Aufgebot präsent und sorgte dafür, dass es zu keinen größeren Vorfällen kam. Wie die Kundgebung enden und ob der Südstern tatsächlich erreicht werden würde, blieb mit Einbruch der Dunkelheit weiter offen.






