15 March 2026, 06:17

Busnetz im Markgräflerland steht vor radikaler Umstrukturierung bis 2026

Sechs Busse auf einer Straße mit dem Text "Bearbeitetes Foto" sichtbar.

Busnetz im Markgräflerland steht vor radikaler Umstrukturierung bis 2026

Landkreis Lörrach plant grundlegende Reform des Busnetzes im Markgräflerland

Der Landkreis Lörrach steht vor einer umfassenden Neugestaltung seines Busnetzes im Markgräflerland. Die Änderungen sollen die Linienführung vereinfachen, die Taktung erhöhen und die Anbindung an Basel verbessern. Die endgültige Entscheidung über den neuen Vertrag trifft der Kreistag am Mittwoch, dem 18. März.

Das bestehende Bussystem hatte in den vergangenen Jahren mit Herausforderungen zu kämpfen. Die Fahrgastzahlen sanken zwischen 2021 und 2025 um etwa 12 Prozent, wobei der stärkste Rückgang von 35 Prozent in den Jahren 2020–2021 auf die COVID-19-Pandemie zurückging. Auch die Zunahme von Homeoffice trug zu geringerer Auslastung bei, auch wenn sich 2023 eine leichte Erholung abzeichnete.

Nach dem neuen Plan soll das Netz so umstrukturiert werden, dass häufigere Verbindungen und eine bessere Verknüpfung mit dem Schülerspezialverkehr geboten werden. Zu den wichtigsten Änderungen gehört die Verlängerung der Linien 200 und 265 bis zum Basler Claraplatz, während die Linie 200 künftig eine geänderte Route durch die Weil am Rheiner Innenstadt nehmen wird. Die Linie 255 soll montags bis freitags im Stundentakt verkehren und Efringen-Kirchen, Eimeldingen sowie Rümmingen mit Lörrach verbinden.

Das überarbeitete System soll am Sonntag, dem 13. Dezember 2026, in Betrieb gehen und zunächst für fünf Jahre gelten. Zudem schreibt der Landkreis vor, dass bis zu diesem Zeitpunkt alle Fahrzeuge mit automatischen Fahrgastzählsystemen ausgestattet sein müssen. Die geschätzten Kosten des neuen Netzes belaufen sich auf 4,45 Euro pro geplanten Kilometer, was für das Jahr 2027 einen voraussichtlichen Zuschussbedarf von rund 4,261 Millionen Euro bedeutet.

Ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus gilt als Favorit für den Zuschlag zum Betrieb des Markgräflerland-Linienbündels.

Die Reformen zielen darauf ab, den Rückgang der Fahrgastzahlen durch ein effizienteres und nutzerfreundlicheres Angebot zu stoppen. Bei einer Zustimmung wird das neue System mindestens fünf Jahre lang mit verbesserten Verbindungen und modernisierten Leistungen betrieben. Die Entscheidung des Kreistags am 18. März wird die endgültige Vergabe des Vertrags und die Aktualisierung des Nahverkehrsplans besiegeln.

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