21 March 2026, 02:15

Bundesregierung verlängert Preisdeckel für Medikamente bis 2026

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, das besagt: "19 Millionen Amerikaner werden geschätzt jährlich 400 US-Dollar an Arzneikosten sparen."

Bundesregierung verlängert Preisdeckel für Medikamente bis 2026

Die deutsche Bundesregierung hat zentrale Maßnahmen zur Kostendämmung bei verschreibungspflichtigen Medikamenten verlängert, um die Stabilität der Krankenkassenbeiträge zu gewährleisten. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bestätigte, dass die bestehenden Preisdeckel und Pflichtrabatte auch im kommenden Jahr fortgelten. Damit soll verhindert werden, dass die Zusatzbeitragssätze stark ansteigen – diese werden bereits bis 2026 auf 2,9 Prozent prognostiziert.

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Die aktuelle Preisfixierung für Arzneimittel, die von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet werden, bleibt bestehen. Durch diese Regelung in Kombination mit den verpflichtenden Herstellerrabatten konnten im Jahr 2024 allein Einsparungen von 2,19 Milliarden Euro erzielt werden. Allerdings hat die Regierung die Preisbindung für Immunglobuline gelockert, um die Versorgung der Patienten mit diesen lebenswichtigen Präparaten weiterhin zu gewährleisten.

Pharmaunternehmen können von den Rabattpflichten befreit werden, wenn sie nachweisen, dass die Vorgaben zu einer unzumutbaren finanziellen Belastung führen. Bei bestimmten Medikamenten nach §130a Absatz 3a des Sozialgesetzbuchs besteht zudem die Möglichkeit, neue Preise direkt mit dem GKV-Spitzenverband auszuhandeln.

Seit Juli 2018 ist in die Preisregulierung ein Inflationsausgleich integriert, der die Hersteller 2025 um 170 Millionen Euro und 2026 voraussichtlich um weitere 79 Millionen Euro entlasten wird. Ohne diese Steuerungsinstrumente warnen Beamte, dass eine Aufhebung der Preisdeckel die Zusatzbeiträge noch weiter in die Höhe treiben würde.

2023 waren Hersteller gesetzlich verpflichtet, Pflichtrabatte auf verschreibungspflichtige Medikamente zu gewähren. Kam ein Unternehmen dieser Verpflichtung – etwa wegen Insolvenz – nicht nach, mussten Apotheken für die entstehenden Fehlbeträge aufkommen. Das BMG hat die Preis- und Rabattvorschriften inzwischen angepasst, um solche Fälle künftig zu regeln.

Das Ministerium betont, dass diese Maßnahmen unverzichtbar seien, um die Beitragssätze 2026 zu stabilisieren. Ohne sie drohten Patienten und Krankenkassen in den kommenden Jahren deutlich höhere Kosten.

Die verlängerte Preisbindung und die Rabattregelungen bleiben damit ein zentrales Instrument zur Kontrolle der Arzneimittelausgaben in Deutschland. Zwar bieten Anpassungen wie die Ausnahme für Immunglobuline oder der Inflationsausgleich gewisse Spielräume, doch die Kernstrategie bleibt bestehen. Priorität der Regierung ist es, die finanzielle Belastung für Krankenkassen und Versicherte in den nächsten beiden Jahren zu begrenzen.

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