27 April 2026, 18:16

Braunschweig plant erste modulare Kita gegen Betreuungsnot in Weststadt

Großes Gebäude mit einem grasigen Bereich davor, umgeben von einem Metallzaun, mit einem Weg, Bäumen, Pfählen, Bannern, einem geparkten Fahrrad, näheren Häusern und einem bewölktem Himmel, als das neue Kinderspielgelände an der Schule identifiziert.

Braunschweig plant erste modulare Kita gegen Betreuungsnot in Weststadt

Neue Kita in Braunschweigs Weststadt: Modulbau soll Betreuungsnot lindern

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In Braunschweigs Stadtteil Weststadt könnte bald eine neue Kindertagesstätte entstehen, um den drängenden Mangel an Betreuungsplätzen zu beheben. Die Stadtverwaltung schlägt eine Einrichtung in der Unstrutstraße vor, die als Pilotprojekt für künftige Bauten in modularer Bauweise dienen soll. Über das Vorhaben entscheidet nun der Verwaltungsausschuss, der im Juni 2026 über die Pläne abstimmen wird.

Die Lage in Weststadt ist aktuell besonders angespannt: Die Versorgungsquote liegt bei nur 31,1 Prozent für Krippenplätze und 93,5 Prozent für Kindergartenplätze – deutlich unter den städtischen Zielvorgaben. Laut Angaben der Verwaltung fehlen allein in diesem Gebiet kurzfristig 84 Krippen- und 63 Kindergartenplätze, was den Stadtteil zum am stärksten unterversorgten im gesamten Stadtbezirk macht.

Die geplante Kita in der Unstrutstraße würde in der Nähe bestehender Einrichtungen in der Ilmenaustraße und am Muldeweg entstehen. Betrieben werden soll sie vom Caritasverband Braunschweig; vorgesehen sind drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe. Zudem ist ein 50 Quadratmeter großer Speiseraum geplant, der gesunde Ernährung und soziales Lernen fördern soll.

Das Budget für das Projekt ist auf 10 Millionen Euro festgesetzt, die Mittel sind bereits im Haushaltsplan 2025/2026 veranschlagt. Bei einer Zustimmung des Ausschusses am 17. Juni 2026 könnten die Bauarbeiten 2028 beginnen. Die Eröffnung der Einrichtung wäre dann für 2030 vorgesehen – dank seriellem Modulbau soll die Bauzeit deutlich verkürzt werden.

Ziel der Kita in der Unstrutstraße ist es, die Betreuungsengpässe in Weststadt zu verringern und gleichzeitig ein schnelleres Bauverfahren zu erproben. Sollte der Ausschuss grünes Licht geben, wäre sie die erste ihrer Art in der Stadt. Mit der Fertigstellung 2030 würden 147 zusätzliche Plätze entstehen und damit direkt der aktuelle Mangel behoben.

Quelle