Bitcoin-Crash mildert Kritik an Deutschlands umstrittenem Verkauf – doch die Gefahr bleibt
Moritz FischerBitcoin-Crash mildert Kritik an Deutschlands umstrittenem Verkauf – doch die Gefahr bleibt
Bitcoin-Kurs stürzt ab – Deutschlands Verkauf sieht im Nachhinein weniger ungünstig aus
In den vergangenen Wochen ist der Bitcoin-Kurs stark gefallen und pendelt nun bei etwa 62.000 US-Dollar. Dieser Rückgang bringt ihn gefährlich nah an den Durchschnittspreis heran, zu dem Deutschland Anfang dieses Jahres seine Bestände veräußert hatte. Die damals als schlecht getimte Entscheidung kritisierte Maßnahme wirkt angesichts der nun auf nur noch 7 % geschrumpften Preisdifferenz weit weniger verlustreich.
2024 hatte die Bundesregierung insgesamt 49.858 Bitcoin verkauft – im Schnitt zu einem Preis von 57.900 Dollar pro Einheit. Die Transaktionen brachten rund 2,89 Milliarden Dollar ein. Damals stieg der Bitcoin-Kurs später auf ein 2025er-Hoch, sodass der Verkauf im Nachhinein wie eine verpasste Chance erschien.
Doch seitdem hat sich der Markt gewandelt. Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten massive Mittelabflüsse in Höhe von 4,33 Milliarden Dollar über 13 aufeinanderfolgende Tage. Dieser anhaltende Verkaufsdruck trieb die Kurse nach unten und verringerte den Abstand zwischen Deutschlands Verkaufspreis und dem aktuellen Niveau.
Ein weiterer Rückgang um 6 % würde Bitcoin unter den von der Regierung erzielten Preis drücken. Die schrumpfende Marge zeigt, wie schnell sich die Marktbedingungen ändern können – und wie sich dadurch die Bewertung vergangener Finanzentscheidungen verschiebt.
Da Bitcoin derzeit nur noch 7 % über dem durchschnittlichen Verkaufspreis Deutschlands notiert, wirkt die staatliche Strategie im Rückblick weniger nachteilig. Sollte der Kurs um weitere 6 % fallen, läge der Markt unter den Niveaus, zu denen das Land seine Bestände veräußert hatte. Der jüngste Einbruch unterstreicht die extreme Volatilität der Kryptomärkte und deren Auswirkungen auf großangelegte Transaktionen.






