Betrunkener Passagier zwingt Ryanair-Flug zur Notlandung in Karlsruhe
Moritz PetersBetrunkener Passagier zwingt Ryanair-Flug zur Notlandung in Karlsruhe
Ein Ryanair-Flug von Berlin nach Alicante musste wegen eines betrunkenen Passagiers, der während des Fluges einen Zwischenfall verursachte, eine ungeplante Zwischenlandung einlegen. Der 43-jährige Mann wurde kurz nach dem Start aggressiv, woraufhin der Pilot entschied, die Maschine zum Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden umzuleiten.
Der Vorfall begann, als der Passagier andere Reisende belästigte und sich während des Fluges plötzlich unwohl fühlte. Sein Verhalten veranlasste die Crew zum Handeln, und der Pilot beschloss, früher als geplant zu landen.
Nach der Ankunft in Karlsruhe betraten Polizisten das Flugzeug und nahmen den Mann noch auf dem Rollfeld in Gewahrsam. Um sein Gepäck zu entfernen, musste das Bodenpersonal auch die Koffer anderer Passagiere entladen, was zu einer erheblichen Verzögerung führte. Die Maschine blieb für längere Zeit am Boden, bevor sie ihre Reise nach Alicante schließlich fortsetzen konnte.
Dem störenden Passagier drohen nun Strafen nach dem deutschen Luftsicherheitsgesetz. Unklar ist jedoch, ob er später nach Hause zurückkehrte oder versuchte, sein Urlaubsziel mit einem anderen Flug zu erreichen. Die Airline hat weder die zusätzlichen Kosten durch die Umleitung bekannt gegeben noch, ob der Passagier für die entstandenen Ausgaben finanziell zur Verantwortung gezogen wird.
Der Flug erreichte Alicante schließlich nach dem Zwischenfall. Die Behörden bearbeiten den Fall nach den Vorschriften des Luftsicherheitsrechts, doch wichtige Details – etwa die Gesamtkosten der Umleitung oder die weiteren Schritte des Passagiers – bleiben ungeklärt. Die Fluggesellschaft hat nicht bestätigt, ob sie Entschädigung für die Störung einfordern wird.






